Patienten wollen von Ärzten besser aufgeklärt werden

Offenbach ‐ Reparaturbedarf in Arztpraxen: Patienten wollen laut einer Studie bei der Behandlung umfassender informiert werden. Nach Angaben der Verbraucherzentrale sind Erkrankte kritischer geworden. Von Peter Schulte-Holtey

Sie beklagen sich häuiger über Zeitmangel der Mediziner und „verschleppte Diagnosen“.  Daniela Hubloher, Medizinexpertin bei der Verbraucherzentrale Hessen, sagte auf Anfrage unserer Zeitung: „Eine große Zahl von Patienten, die sich bei uns beklagen, fühlt sich vom behandelnden Arzt nicht ernst genommen.“ Viele Mediziner würden beim Gespräch nicht „richtig zuhören“. Nach Angaben von Hubloher beurteilten gerade jüngere Patienten Ärzte zunehmend auch als Dienstleister. Das sei auch der Grund dafür, dass es bei den Gesundheitsberatern mehr Anfragen über Themen wie „zu lange Wartezeit auf einen Termin“ oder „schlechter Praxisservice“ gebe.

Kritischer wird nicht nur der Umgang mit Allgemeinmedizinern. Bei den Beschwerden, die bei den Informationsstellen der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland vorgetragen werden, steht das Thema Zahnmedizin inzwischen an erster Stelle mit etwa einem Drittel der Beratungsfälle.

Eine von der Techniker Krankenkasse (TK) vorgestellte Studie ergab, dass jeder fünfte Patient nicht in dem Maße informiert wird, wie er es möchte. Unzufrieden sind viele der Erhebung zufolge besonders bei der Verschreibung von Medikamenten; es falle den Ärzten oft schwer, Wirkung und Nebenwirkung ausreichend und verständlich zu erklären. „Noch nicht immer treffen sich Arzt und Patient auf gleicher Augenhöhe“,  so der TK-Vorstandsvorsitzende Norbert Klusen. Dennoch ermittelte die Kasse, dass 95 Prozent der Patienten „unter dem Strich“ mit ihren Ärzten zufrieden seien

Quelle: op-online.de

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