Sechs Festnahmen

Pegida: Rangeleien und Wurfgeschosse

Frankfurt - In Frankfurt versammelten sich heute Abend in der Innenstadt laut Polizei rund 1200 Pegida-Gegner mit Kuhglocken, Pfeifen und Trommeln. Auf Transparenten stand „Menschenrechte statt rechte Menschen.“

Mit Plakaten, Trillerpfeifen und Sprechchören sind in Frankfurt und Kassel über 3000 Gegner der islamkritischen Pegida-Bewegung auf die Straße gegangen. In Nordhessen stand die Aktion am Kassler Rathaus mit rund 2000 Teilnehmern am Montag unter dem Motto „Ein Deutschland für alle - Kassel bleibt weltoffen“. Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) war als erstes hessisches Regierungsmitglied unter den Pegida-Gegendemonstration. In Frankfurt versammelten sich in der Innenstadt laut Polizei rund 1200 Pegida-Gegner mit Kuhglocken, Pfeifen und Trommeln. Auf Transparenten stand „Menschenrechte statt rechte Menschen.“

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und zählte rund 85 Pegida-Anhänger. Es sei vereinzelt zu Rangeleien mit den Ordnungskräften sowie Flaschen- und Eierwürfen in Richtung der Pegida-Demonstrationen gekommen. Dabei kam es laut Polizei auch zu Festnahmen, unter anderem weil ein Demonstrant einem Polizeibeamten mit dem Stock ins Gesicht geschlagen hatte. Um sich vor den Pegida-Gegnern zu schützen, setzte die Polizei Pfefferspray ein und verletzte so drei Personen.  Nach der Pegida-Kundgebung an der Katherinenkirche bildete sich ein spontaner Gegenprotest von zirka 300 Teilnehmern, die - teils gewaltbereit - von der Hauptwache bis zur Konstabler Wache marschierten.

Insgesamt zieht Polizeipräsident Gerhard Bereswill ein gemischtes Fazit. "Im Vergleich zur letzten Veranstaltung sah sich die Frankfurter Polizei am gestrigen Tage mit einer geringeren Gewaltbereitschaft und weniger Straftaten konfrontiert. Trotzdem waren Teile des Gegenprotestes erneut gewalttätig, so dass es wieder zu Verletzten kam und insgesamt sechs Personen festgenommen werden mussten. Die Kommunikation mit den Gegendemonstranten war schwierig, da sich sowohl für die Kundgebung als auch für den späteren Aufzug kein Versammlungsleiter zu erkennen gab. Durch den vermehrten Einsatz von Absperrgittern und das konsequente Einschreiten der Einsatzkräfte gegenüber Straftätern konnten die Gewalt deutlich reduziert werden", so der Beamte.

dpa/chi

Zweite Pegida-Demo in Frankfurt

Zweite Pegida-Demo in Frankfurt

Quelle: op-online.de

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