Kundgebung an der Hauptwache

Pegida will in Frankfurt demonstrieren

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Frankfurt - Für kommenden Montag wurde an der Frankfurter Hauptwache eine Pegida-Kundgebung angemeldet. Bislang gehen die Ausrichter von 300 bis 500 Teilnehmern aus.

Die islamkritische Bewegung Pegida will erstmals in Frankfurt auf die Straße gehen und bekommt schon vorab Gegenwind. Für Montag (26. Januar) kündigte eine Gruppe mit dem Namen "Pegida Frankfurt-Rhein Main" einen "Spaziergang" in der Innenstadt an. Parallel hat ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Kirchen zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Dazu würden bis zu 10.000 Menschen erwartet, sagte ein Sprecher des Ordnungsamtes am Mittwoch. In Facebook haben sich bereits mehr als 16.000 angemeldet. Es wäre einer der größten Protestzüge in Frankfurt in den vergangenen Jahren. Gering ist die Beteiligung im Vergleich zu Leipzig, wo am Mittwochabend rund 100.000 Menschen für und gegen die dort Legida genannte Bewegung demonstrieren wollten. Allein 40.000 Mitstreiter wollte Legida mobilisieren.

Der Frankfurter Pegida-Ableger rechnet laut Anmeldung bei seinem ersten "Spaziergang" am nächsten Montag mit 300 bis 500 Teilnehmern. Angemeldet ist nach Angaben des Ordnungsamtes eine Demonstration mit Kundgebung an der Hauptwache in der Innenstadt. Die Initiatoren des Gegenprotests wollen auf dem Römerberg und vor der Paulskirche für "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" demonstrieren. Die rund 80 beteiligten Organisationen wollen "deutlich machen, dass Hass, Gewalt und Hetze gegen Menschen aus anderen Nationen und Religionen keinen Platz haben in Frankfurt", sagte der Sprecher des Römerbergbündnisses, Harald Fiedler. Auf der Kundgebung soll unter anderem der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sprechen.

Für Polizei und Stadt gab es am Mittwoch keinen Grund, die Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen zu verbieten. "Es gibt aktuell keine Hinweise auf eine Gefährdung", hieß es. Die für den vergangenen Montag in Dresden geplante Pegida-Aktion war nach Drohungen gegen den Organisator verboten worden. In Hessen haben in den vergangenen Wochen Tausende von Menschen gegen Pegida demonstriert. In Wiesbaden wollten in dieser Woche rund 10.000 Teilnehmer ein Zeichen setzen für Vielfalt, Offenheit, Demokratie und Solidarität. In Kassel gingen der Polizei zufolge rund 550 Demonstranten gegen eine zeitgleich stattfindende Kundgebung von Kagida ("Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes") auf die Straße.

Protest in Wiesbaden gegen Pegida

Protest in Wiesbaden gegen Pegida-Bewegung

dpa

Quelle: op-online.de

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