Pfarrer krankenhausreif geschlagen

Flieden/Fulda  - Drei maskierte Einbrecher haben im osthessischen Flieden einen Pfarrer in seinem Haus mit einer Schaufel krankenhausreif geschlagen und ausgeraubt.

Das Trio überraschte den schlafenden Geistlichen in der Nacht zum Mittwoch im Pfarrhaus und prügelte sofort auf den 47-Jährigen ein, wie die Polizei Osthessen in Fulda berichtete. Gefesselt und bedroht wurde auch ein 31 Jahre alter Kaplan, der ebenfalls in dem Haus wohnt.

Silberende Schusswaffe

Aus dem Tresor des Pfarrers stahlen die Täter mehrere tausend Euro. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Männer vor allem bereichern wollten. Vor ihrer Flucht hätten die Räuber ihr Opfer noch einmal attackiert, heißt es im Polizeibericht. Auch eine silberne Schusswaffe sollen die Täter bei sich gehabt haben. Der Pfarrer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Das Bistum Fulda reagierte schockiert und nannte die Tat „einen hinterhältigen und brutalen Überfall auf Pfarrer Thomas Maleja und Kaplan Jürgen Kämpf“. Der Pfarrer sei mittlerweile wieder zu Hause, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Einen Tag vor dem Überfall hatte vor dem Landgericht Fulda ein Prozess wegen versuchten Mordes an einem Priester begonnen.

Der 31 Jahre alte Angeklagte soll den 78-Jährigen katholischen Geistlichen am 25. Juni 2010 in dessen Wohnhaus überfallen und ausgeraubt haben. Der Täter entkam mit 200 Euro Bargeld und einem Tresorwürfel, das Opfer wurde brutal zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt.

dpa

Quelle: op-online.de

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