Piraten fordern zum Tanz

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Vor einem Jahr versammelten sich junge Leute, um tanzend gegen das Tanzverbot zu protestieren.

Frankfurt - Alle Jahre wieder formieren sich vor Ostern junge Leute, um gegen ein Gesetz aus dem Jahre 1952 zu protestieren. Diesmal sind es die Piraten, die gegen das Tanzverbot an Karfreitag protestieren wollen. Für Freitagabend haben sie eine Demonstration angekündigt. Von Niels Britsch

Allerdings ist bislang unklar, ob das Frankfurter Ordnungsamt die Demonstration genehmigt. Dazu gibt es unterschiedliche Angaben: Ralph Rohr, Sprecher des Ordnungsamtes, teilte mit, man befinde sich noch in der „Entscheidungsfindung“. Thorsten Wirth, Sprecher des Kreisverbandes der Piraten in Frankfurt, hingegen sprach davon, dass die Behörde die Demonstration nicht erlaubt habe.

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„Wir wollen gegen das Tanzverbot demonstrieren, weil wir uns für gegenseitige Toleranz einsetzen“, so Wirth. Allerdings handele es sich bei dem Protest nicht um eine grundsätzliche Kritik an Kirchen. Auslöser für die geplante Demonstration sei die restriktive Handhabung des Gesetzes zum Tanzverbot an Karfreitag durch die Stadt im vergangenen Jahr. Die Piraten respektierten dabei durchaus den Anspruch religiöser Menschen auf Stille und Einkehr an Feiertagen. „Allerdings sind wir gegen Toleranzerzwingung. Die Frage ist, warum Besucher von Diskotheken, die sich nicht in der Nähe einer Kirche befinden, auf das Tanzen verzichten müssen?“

Über das weitere Vorgehen der Piraten wollte Thorsten Wirth noch nichts verraten. Man warte erst einmal die Unterlassungsverfügung des Ordnungsamtes ab. „Wir glauben, das Demonstrationsrecht steht über anderen Verordnungen.“

Bilder des Protests gegen das Tanzverbot im Jahr 2011

Flashmob als stiller Protest gegen Tanzverbot

Quelle: op-online.de

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