Dietzenbacher zieht Pistole im Terminal

Frankfurt/Dietzenbach (baw) - An der Passkontrolle des Frankfurter Flughafens ist es zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Ein geistig verwirrter 29-jähriger Dietzenbacher hat eine Schreckschusspistole gezogen.

Der 29-jährige Mann aus Dietzenbach sprach gestern gegen 17 Uhr an der Passkontrolle im Terminal 1 einen Polizisten an und zeigte ihm eine Schreckschusswaffe, die er am Hosenbund trug, meldet die Polizei. Er zog die Waffe, legte sie vor sich auf den Boden und rannte in Richtung Kontrollpunkt davon. Entgegen ersten Medienberichten, befand sich der offenbar geistig verwirrte Mann nicht im Sicherheitsbereich des Flughafens, das betont Polizeisprecher Jürgen Linker.

Die Polizisten konnten ihn überwältigen. Bei der anschließenden körperlichen Durchsuchung fanden sich nicht nur eine geringe Menge Kokain, sondern auch ein Messer sowie die frei erwerbbare Schreckschusspistole. Geladen war die Waffe mit "Pfeffermunition".

Der Dietzenbacher wurde an die Landespolizei übergeben, die den Mann noch am selben Tag in eine psychiatrische Klinik eingewiesen hat. Die Kripo am Flughafen ermittelt nun wegen Verstoß gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz, weiterhin wegen des Verdachts der Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bei der Blutentnahme.

Die Klärung des Vorfalls wird laut Polizei noch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. Die Polizei weist jedoch darauf hin, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung für die Sicherheit im Luftverkehr bestanden hat, da der 29-Jährige sich nicht im Sicherheitsbereich des Flughafens befand.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare