Pixar und Steve Jobs – eine Erfolgsgeschichte

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Der neue Disney-Film „Merida – Legende der Highlands“ ist dem verstorbenen Pixar-Geschäftsführer Steve Jobs gewidmet.

Der Name Steve Jobs ist untrennbar verbunden mit dem Computer-Riesen Apple. Zum Milliardär wurde er allerdings mit einem anderen Unternehmen, das er als Geschäftsführer leitete – Pixar. Der aktuelle Kinohit „Merida – Legende der Highlands“ ist dem verstorbenen Visionär gewidmet.

Die Pixar Animation Studios sind ein Gigant in der Filmbranche: Viele der bekanntesten computeranimierten Werke kommen aus ihrem Haus. Der Film „Toy Story 3“, der im Sommer 2010 in die deutschen Kinos kam, ist bis heute der finanziell erfolgreichste Animationsfilm weltweit.

14 Oscars gingen bislang an das Unternehmen. Dass es noch mehr werden, ist wahrscheinlich. Denn beinahe alle Werke von Pixar setzen neue Maßstäbe auf dem Gebiet der Computeranimation und werden ein voller Erfolg. Auch der neue Film „Merida – Legende der Highlands“ erfreut sich bereits vor Kinostart großer Beliebtheit. Die Kritiker überschlagen sich mit Lob für die detailgetreue Grafik und die aufwändig animierte Landschaft.

Pixar verkaufte Spezial-Computer

Dabei sah es anfangs für Pixar alles andere als rosig aus: Als die Firma entstand, war der Traum vom komplett computeranimierten Spielfilm eine reine Utopie.

Einige Computerexperten der „Lucasfilm Graphics Groups“ – einer Abteilung der Produktionsfirma „Lucasfilm“ – bastelten bereits in den 80er Jahren an animierten Filmsequenzen. Bereits 1984 erstellten sie den animierten Kurzfilm „André and Wally B“. 1986, nach seinem Ausstieg bei Apple, kaufte Steve Jobs die gesamte Abteilung und überführte sie in ein selbstständiges Unternehmen: Pixar. Er investierte Millionen in die neue Firma und leitete sie selbst als Geschäftsführer. Der Erfolg ließ aber auf sich warten: Jahrelang verdiente das Unternehmen sein Geld mehr schlecht als recht mit dem Pixar Image Computer, einem hoch spezialisierten Design-Rechner. An einen animierten Spielfilm war nicht zu denken. Der Aufwand und die Kosten waren viel zu hoch.

„Toy Story“ machte Steve Jobs und Pixar reich

Erst 1995 wurde die Vision von Steve Jobs wahr: Pixar produzierte gemeinsam mit der Walt Disney Company den komplett computeranimierten Film „Toy Story“. Der Erfolg des Films brach alle Rekorde. Er spielte mehr als 360 Millionen Dollar ein, wurde für zahlreiche Preise nominiert und gewann einen „Sonderoscar“ als erster vollständig animierter Spielfilm der Welt. Nur wenig später ging Steve Jobs mit Pixar an die Börse.

Erfolge am laufenden Band

Was folgte, ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Pixar schuf immer wieder neue Kassenschlager und setzte mit Filmen wie „Die Monster AG“ und „Findet Nemo“ neue Maßstäbe auf dem Gebiet der Computeranimation. Disney verlängerte seinen Kooperationsvertrag und übernahm das Unternehmen im Jahr 2006 ganz – für mehr als sieben Milliarden Dollar. Steve Jobs stieg in den Verwaltungsrat von Disney auf.

Auch heute noch dominiert die Firma den Bereich der computeranimierten Spielfilme. Der aktuelle Kinofilm „Merida – Legende der Highlands“ stellt die bisherigen Filme grafisch weit in den Schatten. Den ersten Spielfilm nach dem Tod seines Gründers widmete Pixar dem großen Visionär der Computeranimation: Steve Jobs.

Quelle: op-online.de

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