Plädoyer für eine IBA in Rhein-Main

Wiesbaden - (dpa) Eine Internationale Bauausstellung (IBA) könnte die globale Stellung des Rhein-Main-Gebietes stärken und die regionale Zusammenarbeit verbessern. Zu diesem Schluss kommt die vom Landtag eingesetzte Lenkungsgruppe, die gestern in Wiesbaden ihren Bericht vorlegte.

Die Gruppe schlug zur Organisation einer „IBA FrankfurtRheinMain 2018“ die Gründung einer GmbH vor, die mit 25 Millionen Euro ausgestattet werden sollte. Das Geld sollte je zu einem Drittel vom Land, den Kommunen und der Wirtschaft aufgebracht werden. Die IBA solle nicht auf die engere Region beschränkt werden, sondern auch Mainz und Aschaffenburg einbeziehen.

SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel sagte als Gruppensprecher, der Landtag müsste noch in diesem Jahr - bei der Verabschiedung des Landeshaushaltes 2010 - endgültig über die Internationale Bauausstellung entscheiden. Seine Mitsprecherin, Justiz-Staatssekretärin Nicola Beer (FDP) erklärte, es gehe um die Entscheidung, „ob man sich so etwas leisten kann, oder ob man es sich leisten kann, sich so etwas nicht zu leisten.“

Internationale Bauausstellungen sind in Deutschland als Instrument der Stadt- und Regionalplanung seit mehr als 100 Jahren bekannt. So gab es von 1901 bis 1914 eine IBA in Darmstadt mit der Bebauung der Mathildenhöhe im Jugendstil und in Berlin 1980 bis 1987 zur Stadterneuerung im Kreuzberg. Nach Schätzungen des hessischen Planungsausschusses könnte bei der IBA im Rhein-Main- Gebiet mit 150 Millionen Euro Fördermitten etwa von der Europäischen Union und dem Bund ein Bauvolumen von gut 1,2 Milliarden Euro finanziert werden. Dank der Förderungen würden gleichzeitig Land und Kommunen um knapp 440 Millionen Euro entlastet.

Quelle: op-online.de

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