Pläne für DFB-Zentrum werden konkreter

Platzsuche am Stadion

Frankfurt - Wie lautete noch die Ankündigung von Sportdezernent Markus Frank (CDU) vor wenigen Wochen? „Wir werden dem DFB ein Angebot machen, das er nicht ablehnen kann.“ Von Michael Eschenauer

Jetzt kommt bei der erfolgversprechenden Balz der Mainmetropole um das geplante zentrale Leistungszentrum des Deutschen Fußball Bunds (DFB) ein erster konkreter Vorschlag auf den Tisch.

Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, will man im Römer einen Parkplatz an der Commerzbankarena als Areal für den 40 Millionen Euro teuren Komplex anbieten. Das Haus, in dem sich nach dem Willen von DFB-Sportdirektor Robin Dutt und des Managers der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, das Fußball-Fachwissen der gesamten Republik konzentrieren soll, könnte demzufolge auf dem Eintracht-Parkplatz P9 entstehen. Der potenzielle Bauplatz liegt zwischen dem Stadionbad und einer Tennisanlage sowie den Trainingsplätzen.

Würden die Pläne Wirklichkeit, müsste die Stadt der Eintracht allerdings ein neues Parkhaus als Ausgleich spendieren. Das Parkdeck könnte auf dem Waldparkplatz gegenüber der Mörfelder Landstraße entstehen und müsste 2000 Stellplätze bieten. Kostenschätzung: 20 Millionen Euro. Allerdings ist die Idee, die Investition mit Hilfe der Parkgebühren zu erwirtschaften, nicht so ohne weiteres durchführbar. So spielt die Eintracht nur alle zwei Wochen zuhause, die Parkplätze stünden also häufig leer. Für Kundschaft vom Frankfurter Flughafen ist die S-Bahn zu weit entfernt.

Motivation für Sportdezernent Frank

Bei dem Versuch, die Pläne des DFB und die Interessen der Eintracht zu vereinbaren, schafft die Position des Fußball-Bunds zusätzliche Motivation für Sportdezernent Frank: Frankfurt sei Favorit, ließ das DFB-Präsidium Ende Januar verlauten. Jetzt wurde zudem bekannt, dass Köln - einst Favorit bei der Standortsuche - aus dem Rennen ist. Es gibt hier kein Grundstück.

Bei dem Leistungszentrum geht es nicht um ein permanentes Quartier für die Nationalteams, sondern um ein Kommunikationszentrum für Spitzensportler und Trainer. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte festgestellt, dass für den Verband ein anderer Standort wenig Sinn mache. Fiele die Wahl für den Standort des Leistungszentrums auf eine andere Stadt, ohne die Nachbarschaft der DFB-Zentrale, müsste man eine zweite Verwaltung schaffen, was die Abläufe verkomplizieren würde.

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Quelle: op-online.de

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