Vorwurf der uneidlichen Falschaussage

Polizei-Affäre: Sabine Thurau freigesprochen

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Sabine Thurau (hier auf einem Archivbild vom Oktober 2009) ist freigesprochen worden.

Frankfurt - Sabine Thurau ist vom Vorwurf der uneidlichen Falschaussage freigesprochen worden. Die ehemalige Präsidentin des hessischen Landeskriminalamtes hatte zuvor bereits auf gerichtlichem Weg die Rückkehr auf den LKA-Chefsessel erzwungen.

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Die zu Unrecht entlassene Präsidentin des hessischen Landeskriminalamtes, Sabine Thurau, ist vom Vorwurf der uneidlichen Falschaussage freigesprochen worden. Das entschied das Landgericht Frankfurt. In einem Prozess wegen Spesenbetrugs gegen einen Polizeibeamten war Thurau die uneidliche Falschaussage zur Last gelegt worden. Sie soll wider besseren Wissens bestritten haben, dass es bei der Polizei eine "Kronzeugenregelung" für belastete Beamte gegeben habe.

Die Anklage hatte deshalb eine Geldstrafe von 15.600 Euro (120 Tagessätze) gefordert. Thurau war seit November 2011 ins hessischen Innenministerium abgeordnet, hat aber auf gerichtlichem Weg die Rückkehr auf den LKA-Chefsessel erzwungen.

Die Affäre um Sabine Thurau ist nicht der erste Skandal der hessischen Polizei, auch die sogenannte Mobbing-Affäre hatte für Schlagzeilen gesorgt. Erst am Wochenende demonstrierten tausende Menschen in Frankfurt gegen den Polizeieinsatz bei der Blockupy-Demonstration.

(dpa/nb)

Blockupy-Demo gegen Polizei-Gewalt

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Genau eine Woche nach dem umstrittenen Polizeieinsatz bei der Blockupy-Demo gingen am Samstag in Frankfurt noch einmal mehrere tausend Menschen auf die Straße. Sie demonstrierten gegen das Vorgehen der Polizei sieben Tage zuvor. Anders als am vergangenen Wochenende blieb diesmal alles friedlich.

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Quelle: op-online.de

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