Erstmals einheitlicher Polizeiausweis in Hessen

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Der hessische Landespolizeipräsident Udo Münch zeigt seinen neuen Dienstausweis.

Frankfurt - Hessens Polizei bekommt erstmals einen einheitlichen Dienstausweis. Neben der Schutz- und Kriminalpolizei weisen sich von 1. Januar an auch die Fach- und Verwaltungsbeamten sowie die Wachpolizei und die Kräfte des Freiwillige Polizeidiensts mit den neuen nur scheckkartengroßen Ausweisen aus.

40 Prozent der rund 19.000 Bediensteten sind bereits im Besitz des meist blauen Ausweises. Bis Sommer 2011 sollen ihn alle haben, wie der neue Landespolizeipräsident Udo Münch am Mittwoch im Frankfurter Polizeipräsidium sagte. Hessen führt als achtes Bundesland einheitliche Ausweise für seine Polizei ein.

Alter (oben) und neuer Dienstausweis der Polizei.

Frankfurts Polizeipräsident Achim Thiel erhofft sich von den einheitlichen Ausweisen einen Rückgang der Straftaten, bei denen sich Täter als Polizisten ausgeben, völlig falsche Marken vorzeigen und Touristen und alte Menschen ausrauben. Etwa 70 bis 80 Touristen - vor allem aus Asien - hätten in diesem Jahr bereits Anzeige erstattet. Bei manchen alten Menschen seien Täter schon mit gefälschten Ausweisen in die Wohnung eingedrungen und hätten ihren Opfern Geld und Wertgegenstände bis zu 10 000 Euro gestohlen. Die Polizei ist im Gespräch mit Fluggesellschaften und Tourismusbehörden, um den neuen Ausweis auch international bekannt zu machen.

Fünf unterschiedliche Hintergrundfarben

„Hessische Polizei - Dienstausweis“ ist auf allen neuen Ausweisen zu lesen. Außerdem finden sich Landeswappen, Polizeistern, ein Foto des Inhabers, dessen Name und Amtsbezeichnung auf der Vorderseite. Auf der Rückseite steht das Beschäftigungsverhältnis, die zuständige Behörde sowie Berechtigungen - beispielsweise eine Dienstwaffe zu führen - und die Gültigkeitsdauer. Wenn ein Bürger Zweifel an der Echtheit des Ausweises hat, sollte er seine Polizeidienststelle oder die 110 anrufen, wie Innenministerium und Polizei raten.

Die Ausweise sind auf speziellen Sicherheitspapier mit besonderen geschwungenen Linien in fünf unterschiedlichen Hintergrundfarben gedruckt - für Schutz- und Kriminalpolizei beispielsweise in Blau. Zu den anderen Sicherheitsmerkmalen gehören unter anderem eine 24- stellige Nummer und - ähnlich wie bei Geldscheinen - ein Kippeffekt und der Hessenlöwe als Wasserzeichen. Auf der Vorderseite aller Ausweisen steht in Blindenschrift das Wort „Polizei“.

Quelle: op-online.de

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