Polizeieinsätze: Aprilscherze mit Folgen

Wiesbaden/Darmstadt (nb/dpa) - Aprilscherze haben nicht immer ein lustiges Ende. Das mussten zwei Menschen feststellen, die mit ihrem vermeintlichen Schabernack Einsätze der Polizei auslösten.

Ein verspäteter Aprilscherz hat heute einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Wiesbaden ausgelöst. Eine 52-jährige Frau erschien auf einem Polizeirevier und übergab den Beamten einen Umschlag mit einer Substanz unbekannten Inhalts, den sie im Briefkasten ihres 44-jährigen Bruders gefunden hatte. Weil nach Behördenangaben eine Gefahr nicht auszuschließen war, rückten mehrere Feuerwehr- und Notarztwagen an. Schließlich erschien der aus dem Urlaub zurückgekehrte Bruder auf der Wache. Er identifizierte den Umschlag als harmlosen Aprilscherz seiner 26-jährigen Nichte. Die Behörden prüfen derzeit, ob der jungen Frau die Kosten für den Einsatz in Rechnung gestellt werden.

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Auch in Darmstadt endete ein Aprilscherz mit einem Großeinsatz der Polizei und einem Ermittlungsverfahren für den Scherzbold. Wie die Polizei mitteilte, rief ein 19 Jahre alte Darmstädter gestern Abend einen befreundeten Arbeitskollegen auf dessen Handy an. Er erzählte, dass sich gerade Einbrecher an seiner Wohnung zu schaffen machen würden. Mit einem gestellten Schrei simulierte er einen vermeintlichen Überfall und reagierte anschließend nicht auf die Rückrufversuche seines Kollegen. Dieser informierte umgehend die Polizei. Mehrere Streifenwagen fuhren daraufhin zu der Wohnung des 19-Jährigen. Dort entpuppte sich der vermeintliche Überfall als ein missratener Aprilscherz. 

Neben einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren wird der junge Mann damit rechnen müssen, auch für die Kosten des Einsatzes gerade stehen zu müssen.

Quelle: op-online.de

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