Nach tödlichen Schüssen auf Hunde

Polizei ermittelt wegen Drohungen

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Rüsselsheim - Zwei bissige Hunde mussten in Rüsselsheim erschossen werden, weil sie nicht eingefangen werden konnten. Die Aufregung um den Vorfall nimmt kein Ende.

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Weil per Email und im Internet Drohungen gegen die Beamten ausgesprochen worden sind, ermittelt die Polizei jetzt, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte. Es gebe eine Grenze, an der freie Meinungsäußerung ende und strafbare Tatbestände ihren Anfang nähmen: „Dem gehen wir natürlich nach." Auch das Internet sei kein rechtsfreier Raum. Die beiden American Staffordshire Terrier hatten am Dienstag in Rüsselsheim zwei Männer angegriffen und verletzt. Laut Polizei war es nicht möglich gewesen, die beiden in der Stadt herumlaufenden Hunde einzufangen. Sie wurden erschossen. Wütende Kritiker des Einsatzes hatten im Internet in einem sogenannten Shitstorm die Polizei als "schießwütig" bezeichnet, gegen die Beamten gingen Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft ein.

Gegner des Polizeieinsatzes trafen sich am Freitag am Tatort am Eingang der Fußgängerzone. Menschen hatten Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt. "Würdet ihr auch ein spielendes Kind erschießen?", stand auf einem Plakat. Ein anderes bezeichnete die Polizisten als Mörder. Viele Menschen kamen mit ihren Hunden und diskutierten kontrovers, aber friedlich über den Einsatz. Am Sonntag wollen Gegner des Einsatzes in der Innenstadt demonstrieren. Tausende Menschen hatten bereits im sozialen Netzwerk "Facebook" ihre Unterstützung angekündigt. Ob wirklich alle kommen werden, sei aber unklar, sagte der Polizeisprecher.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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