Rund 800 Stück

Frankfurter Kommissar lässt Fallakten verschwinden

Frankfurt - Große Aufregung bei der Polizei in Frankfurt: Ein Kommissar soll etwa 800 Akten einfach elektronisch beendet haben, ohne dass die Fälle überhaupt bearbeitet wurde.

Ermittlungsverfahren über Taschen- und Trickdiebstähle oder Enkeltricks sind bei der Frankfurter Polizei nicht ordentlich bearbeitet worden, sondern in der Versenkung verschwunden. Ein Beamter habe rund 800 Ermittlungsverfahren elektronisch beendet und die Papierakten im Schrank verschwinden lassen, sagte ein Polizeisprecher. Im Herbst seien die ersten Fälle aufgefallen. Eine Gruppe aus sechs Beamten prüfe, ob die Strafanzeigen überhaupt bearbeitet wurden und bei der Staatsanwaltschaft angekommen sind. Die Fälle könnten Monate, vielleicht auch Jahre zurückliegen, sagte der Polizeisprecher.

Der 45-Jährige, der offenbar persönliche Probleme habe, fehle unentschuldigt. „Wir ermitteln wegen des Verdachts der Strafvereitelung gegen den Kollegen. Zudem prüfen wir Dienstpflichtverletzungen durch ihn und Vorgesetzte“, sagte der Sprecher. Polizeipräsident Gerhard Bereswill sei tief enttäuscht.

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dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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