24 Stunden lang Tempokontrollen

Erster bundesweiter Blitz-Marathon am 10. Oktober

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Zum ersten bundesweiten Blitzer-Marathon am 10. Oktober werden rund 15.000 Polizisten im Einsatz sein.

Frankfurt - Am Donnerstag kommender Woche, 10. Oktober, müssen sich Verkehrsteilnehmer in sämtlichen Bundesländern auf Tempokontrollen einstellen. Ab 6 Uhr morgens misst die Polizei an insgesamt 8.599 Stellen Geschwindigkeiten.

Nach einem Beschluss der Innenminister des Bundes und der Länder werden bundesweit für 24 Stunden an 8.599 Messstellen insgesamt 14.724 Polizisten und Mitarbeiter der Kommunen Temposünder und Raser ins Visier nehmen. Sämtliche Blitzstellen werden über die Medien bekannt gegeben.

In Hessen kommen am ersten bundesweiten 24-Stunden-Blitz-Marathon 838 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiter der teilnehmenden Kommunen an insgesamt 387 Blitzstellen zum Einsatz.

108 Getötete wegen überhöhter Geschwindigkeit

Ziel der länderübergreifenden Aktion ist die nachhaltige Senkung des Geschwindigkeitsniveaus. Überhöhte Geschwindigkeit gilt weiterhin als eine der Hauptursachen für Unfälle mit Getöteten oder schwer Verletzten.

Im Jahr 2012 sind in Hessen 279 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, 5.077 Menschen wurden schwer verletzt. Bei Unfällen mit der Ursache überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit sind landesweit 108 Menschen gestorben. 206-mal mussten Polizistinnen und Polizisten in diesem Zeitraum in Hessen Verkehrsunfälle mit getöteten Menschen aufnehmen. Neben den Angehörigen nimmt ein derartiges Ereignis auch diejenigen, die am Unfallgeschehen beteiligt sind, wie Unfallbetroffene, Zeugen, Feuerwehrleute, Ärzte oder Polizisten, sehr stark mit.

"Ein Verkehrstoter bedeutet unendliches Leid, Wut, Schock und Trauer für die Angehörigen - durchschnittlich leiden im sozialen Umfeld bis zu 100 Menschen mit", erklärt Polizeidirektor Manfred Kaletsch, Einsatzleiter des 24-Stunden-Blitz-Marathons in Hessen. Bei genauer Betrachtung der Unfallzahlen wird deutlich, dass insbesondere zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit schwere Verkehrsunfälle und damit Tote und Verletzte zur Folge haben. Kaletsch ist sich sicher: "Geschwindigkeit entscheidet bei Verkehrsunfällen oft über Leben und Tod, das wollen wir verstärkt ins Bewusstsein rufen!"

Um die Gefahren im Straßenverkehr einzudämmen, müssen das Geschwindigkeitsniveau und die Toleranzgrenze für Geschwindigkeitsüberschreitungen nachhaltig gesenkt werden. "Wir erhoffen uns, die Verkehrsteilnehmer für das Thema zu sensibilisieren, um so Menschen im Straßenverkehr vor schweren Unfallfolgen zu schützen", verdeutlicht Manfred Kaletsch.

Eine Vielzahl der Verkehrsteilnehmer sieht in Geschwindigkeitsmessungen der Polizei oder der Kommunen keinen Beitrag zur Verkehrssicherheit, sondern unterstellt ihnen bei der Auswahl der Messpunkte Willkür. "Es kommt uns, der Polizei und den Kommunen, nicht auf die Anzahl der Verstöße und Anzeigen an. Die Verkehrssicherheit steht immer im Vordergrund unserer Arbeit. Wir wollen insgesamt ein niedrigeres Geschwindigkeitsniveau und dadurch weniger Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr.

Die Polizei und die Kommunen geben am 24-Stunden Blitz-Marathon sämtliche Messstellen bekannt. In der Zeit vom 10.10.2013, um 6 Uhr, bis 11.10.2013, ebenfalls 6 Uhr, werden in ganz Hessen Geschwindigkeiten gemessen.

Quelle: op-online.de

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