Polizei in Alarmbereitschaft

Frankfurt (nb) - Über 20 Veranstaltungen am kommenden Samstag, darunter zwei Fußballspiele, werden die Frankfurter Polizei beschäftigen. Die Beamten wappnen sich für ein ereignisreiches Wochenende.

So erwartet die Polizei gewaltbereite Fußballfans und hat daher ihr Kontingent mit weiteren Einsatzkräften aufgestockt. Außerdem ist eine mögliche Versammlung von Islamisten angekündigt.

In den Vormittagsstunden vor den Fußballspielen beabsichtigen die Ultras von Eintracht Frankfurt, sich auf dem Römerberg zu treffen, um vermutlich einige Stunden später das Stadion für das anstehende Entscheidungsspiel aufzusuchen. Man werde „auch aktiv das Gespräch suchen, um gegebenenfalls einvernehmlich den ungestörten und friedlichen Weg zum Stadion zu ermöglichen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Am vergangenen Wochenende hatte es einen Zusammenstoß zwischen Polizisten und Eintracht-Fans gegeben, bei dem ein Zivilpolizist sogar einen Warnschuss abgefeuert hatte.

Eintracht II gegen Darmstadt 98 am Mittag

Das erste Fußballspiel mit einer gewissen Brisanz wird im Volksbank-Stadion am Riederwald am frühen Samstagnachmittag ausgetragen. Hier trifft die zweite Mannschaft der Eintracht auf den hessischen Nachbarn SV Darmstadt 98. Hier ist die Polizei mit zusätzlichen Einsatzkräften vor Ort, da bereits bei diesem Spiel mit einer unbestimmten Anzahl von „Problemfans" aus beiden Lagern gerechnet wird.

Schwerpunkt an diesem Tag ist jedoch das Bundesligaspiel Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Köln in der ausverkauften Commerzbank-Arena. Nach Erkenntnissen der Polizei werden auch einige hundert gewaltbereite „Problemfans“ aus Köln anreisen, die möglicherweise hoffen, in Frankfurt auf hiesige gewaltbereite Fans zu treffen. Beide Fanlager begegneten sich in der Vergangenheit immer feindschaftlich. Daher ist die Begegnung als „Risikospiel" eingestuft.

Islamisten und „Nacht der Museen“

Außerdem wurde noch für den frühen Abend ab 18 Uhr eine Kundgebung am Roßmarkt durch den Islamprediger Pierre Vogel zum Tod von Osama Bin Laden angemeldet. Da die Versammlungsbehörde der Stadt Frankfurt diese Kundgebung verboten hat, muss die Polizei noch mögliche Gerichtsentscheidungen dazu abwarten. Bis zur endgültigen rechtlichen Klärung werde man sich auf diese Veranstaltung vorsorglich vorbereiten, heißt es.

Außerdem wird die „Nacht der Museen" viele tausend Besucher in die Stadt locken wird, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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