Unter Beobachtung

Treffen der Hells Angels kontrolliert

+
Mit massiver Polizeipräsenz wurde am Samstag ein Treffen der Hells Angels in Boppard begleitet.

Boppard/Koblenz/Hanau - Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Samstag auf ein Treffen der Rockergruppe Hells Angels reagiert. Beamte sperrten den Veranstaltungsort bei Boppard am Rhein weiträumig ab und kontrollierten insgesamt 370 Rocker.

19 Strafanzeigen wurden geschrieben, 15 davon, weil verbotene Hells-Angels-Symbole getragen wurden. Die Versammlung der Rocker nahe der A61 wurde aber nach Angaben einer Sprecherin der Koblenzer Polizei nicht aufgelöst. „Wir kontrollieren nur“, sagte sie. Zwischenfälle gab es Polizeiangaben von gestern zufolge keine. „Hintergrund der Polizeiaktion ist eine bekanntgewordene überregionale Veranstaltung eines dort ansässigen Rockerclubs“, begründete die Polizei ihr Vorgehen. Die Bopparder Gruppe der Hells Angles hatte zuvor auf ihrer Internetseite öffentlich zu „open house dates“ („Tage der offenen Tür“) eingeladen - unter anderem auch für den vergangenen Freitag. Ob das Treffen am Samstag damit in Verbindung stand, war jedoch zunächst unklar.

Erst am Freitag hatte die Polizei in Hanau ein Treffen der Hells Angels vor einem Lokal im Stadtteil Wolfgang verhindert. Dies sei eine Reaktion auf die Schießerei mit fünf Verletzten in der Frankfurter Innenstadt, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA). Zwischenfälle oder Festnahmen habe es keine gegeben. Die Beamten waren nach LKA-Angaben aufmerksam geworden, weil sich mehr als zehn Rocker vor einem Lokal in Hanau-Wolfgang versammelt hatten. Darunter seien auch Hells Angels aus den Untergruppen - sogenannten Chartern - gewesen, deren Mitglieder an der Schießerei in Frankfurt beteiligt waren. Seitdem versuchten die Beamten, größere Ansammlungen der Rocker zu verhindern, so der Sprecher. Ob Vertreter dieser rivalisierenden Untergruppen auch bei der Versammlung nahe Boppard mit dabei waren, wollten die Beamten am Sonntag nicht sagen.

Lesen Sie dazu auch:

Polizei verhindert Hells Angels-Treffen in Hanau

Bei der Schießerei unter rivalisierenden Rockern am Rande des Frankfurter Bahnhofsviertels hatte es am 3. Juli fünf Verletzte gegeben. Die Kontrahenten gehörten den Hells Angels an, sie sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mitglieder der Charter aus Gießen und vermutlich aus Frankfurt. Zwei Frankfurter Charter hatte das hessische Innenministerium 2011 verboten.

dpa

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare