Polizei sattelt auf

Mehr Reiterstaffel-Einsätze in Hessen geplant

Fulda - Aufgalopp in der hessischen Polizei: Die Beamten hoch zu Ross können neben ihren Diensten bei Großveranstaltungen auch normale Polizeistreifen übernehmen. In Fulda und Gernsheim sind sie in Grünanlagen und Auen unterwegs.

Die Polizei will ihre Reiterstaffel in Hessen stärker einsetzen. Die Beamten zu Pferd können fortan auch häufiger im normalen Streifendienst genutzt werden, wie ein Sprecher der hessischen Bereitschaftspolizei sagte. Im südhessischen Gernsheim und im osthessischen Fulda wird die Reiterstaffel bereits seit kurzem in Grünanlagen, Parks, Auen und der Innenstadt eingesetzt.

Melden die sieben großen Flächen-Polizeipräsidien in Hessen Bedarf an, kann die Reiterstaffel auch ganzjährig in weiteren Städten Kontrollstreifen übernehmen, wie Polizeisprecher Hans-Hermann Hänel sagte. Die Präsenz der berittenen Ordnungshüter soll Straftaten und Ordnungswidrigkeiten verhindern. Üblich ist der Einsatz der Pferde ansonsten vor allem bei Großeinsätzen wie Demonstrationen, um Fußballspielen zu sichern oder bei Volksfesten. "Aber unser Leistungsportfolio hat sich mittlerweile enorm erweitert", sagte der Leiter der Reiterstaffel, Andreas Schneider, am Dienstag in Fulda.

Reiterstaffel ist der Bereitschaftspolizei angegliedert

Die Reiterstaffel ist der Bereitschaftspolizei angegliedert. 18 Reiter und Pferde sind zentral in Frankfurt stationiert und werden von dort aus zu Einsätzen gefahren. Bis 2004 hatte es noch vier Standorte der Reiterstaffel in Hessen gegeben (Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt), die aber zusammengelegt wurden, um Geld zu sparen. "Dadurch haben sich viele Synergieeffekte ergeben. Wir sparen zum Beispiel Verwaltungs- und Personalkosten", sagte Hänel. Die Kosten für die Reiterstaffel liegen nach seinen Angaben bei rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr.

Der Einsatz der Reiterstaffel habe viele Vorteile, sagte Schneider. Durch die erhöhte Sitzposition haben die Reiter einen besseren Überblick über Menschenmengen und können Störer und Ganoven schneller ausfindig machen. Ein Beamter hoch zu Ross flöße Widersachern auch im Ernstfall mehr Respekt ein.

Zu Pferd sind die Beamten auch schneller als zu Fuß. Im Vergleich zu Dienstwagen und Motorrädern können die Beamten zudem unwegsames Gelände besser kontrollieren, zum Beispiel in Parks und Auen. Ein weiterer Vorteil: Im Kontakt mit den Bürgern, die mit den Beamten ins Gespräch kämen, helfe das Pferd als Sympathieträger, sagte Schneider.

Quelle: op-online.de

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