Lagerstätten unter zwei U-Bahn-Brücken

Polizei räumt vermülltes Obdachlosencamp von 14 Bewohnern

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Frankfurt - Abfälle, massenhaft Elektroschrott, alte Fahrräder und umweltgefährdender Müll: Die Polizei hat ein großes Obdachlosencamp in Niederursel geräumt.

Die Stadt- und Landespolizei in Frankfurt haben am Dienstag ein Obdachlosenlager in Niederursel geräumt. Der Fund war laut Pressemitteilung auch für Polizisten kein Alltag. In gut versteckten Lagerstätten unter zwei U-Bahn-Brücken in Niederursel wurden zunächst 14 Personen rumänischer Herkunft kontrolliert. Gegen sie wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung, des unsachgemäßen Umgangs mit gefährlichen Abfällen sowie Verstößen nach der Gewerbeordnung eingeleitet. Auf dem Platz befanden sich rund 40 Quadratmeter Abfälle. Die Personen erhielten von der Polizei sofort Platzverweise. Laut Polizei muss davon ausgegangen werden, dass die Obdachlosen möglicherweise eine illegale, gewerbsmäßige Abfallverwertung betrieben haben. So wurden wohl über längere Zeit Abfälle vom Sperrmüll gesammelt und später für den Abtransport nach Osteuropa bereitgehalten.

Entdeckt hatte die Rumänen die Dienstgruppe „Umwelt- und Naturschutz/Abfallrecht“ der Stadtpolizei. „Die hier betriebene rechtwidrige Abfallverwertung ist kein Kavaliersdelikt. Wir werden auch in Zukunft ein besonderes Auge auf derartige 'wilde' Obdachlosencamps im Stadtgebiet haben – zum Schutz der betroffenen Obdachlosen aber auch zur Sicherheit aller Frankfurter“, sagte Ordnungsdezernent Markus Frank nach der Räumung der Polizei. Erst Ende Juli hatte die Frankfurter Polizei ebenfalls ein Obdachlosenlager in der Nähe vom Kaiserlei geräumt. Angelockt durch den vielen Müll, tummelten sich dort bereits viele Ratten im Lager. Mindestens vier Personen hausten in Zelten und selbst errichteten Hütten.

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dr

Quelle: op-online.de

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