Kontrollen auf der A3

Polizei reagiert auf Unfallserie

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Wiesbaden - Vier Tage nach dem tödlichen Unfall auf der Autobahn 3 zwischen Limburg und Bad Camberg ist dort wieder ein Mensch ums Leben gekommen. Die Polizei verstärkt die Geschwindigkeitskontrollen.

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Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle in hessischen Autobahn-Baustellen häuft sich dramatisch. Die Polizei will jetzt offenbar vor allem mit vermehrten Kontrollen reagieren, damit die Unglücksserie ein Ende nimmt. So waren am Samstag Beamte der Autobahnpolizei Wiesbaden auf der A3 im Zivilfahrzeug zu Video-Tempokontrollen unterwegs - vor allem in dem Baustellenbereich bei Bad Camberg, in dem am Mittwoch eine Frau und zwei Mädchen ums Leben gekommen waren. Die Baustelle ist eine von fünf auf der A3 zwischen Limburg und Idstein. Bei den Kontrollen erwischten die Beamten unter anderem einen 45 Jahre alten Autofahrer, der mit 142 Stundenkilometern durch die Baustelle raste - erlaubt sind dort 80.

Aufgefallen seien zudem Pkw-Fahrer, die viel zu dicht auffuhren oder rechts überholten, hieß es. Insgesamt waren vier Autos deutlich zu schnell. Gestern Mittag ereignete sich kurz hinter der Todesbaustelle auf der A3 erneut ein schwerer Unfall. Ein 82-jähriger Pkw-Fahrer sei dabei getötet worden, berichtete die Autobahnpolizei in Wiesbaden. Seine Ehefrau (78) wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Zwei andere Unfallbeteiligte erlitten leichte Verletzungen. Das Auto des älteren Ehepaars war aus bisher unbekannten Gründen von der Fahrbahn abgekommen, gegen eine Böschung geprallt und zurück auf die Straße geschleudert worden. Dabei stieß es mit einem anderen Wagen zusammen. Die A 3 wurde zur Unfallaufnahme bis in den Nachmittag gesperrt, der Verkehr staute sich auf mehreren Kilometern.

psh/dpa

Quelle: op-online.de

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