Probier‘s mal mit Gemütlichkeit

Hölzerne und urige Tische – stylische und helle Couchecken: Das Chalet kombiniert Naturverbundenheit mit modernem Flair.

In jeder anderen Sprache wäre es wohl schwierig, die Chalet Multilounge am Westhafen mit einem passenden Wort zu beschreiben, denn „Gemütlichkeit“ gibt es nur im Deutschen und lässt sich nicht übersetzen.

Im Flachbildfernseher knistert ein Kaminfeuer, zahlreiche Felle, gedämpftes Licht und ein Liegebereich im hinteren Teil des Lokals laden zum Entspannen ein. Zwischen Bar und Toilettentür thront ein (unechter) Hirschkopf an der Wand. „Das ist Feldmann, unser Maskottchen“, sagt Oliver Keim, Geschäftsführer der Lounge. Der Hirsch ist überall zu finden: Auf der Speisekarte, am Garderobenständer und auf der Internetseite.

Er verkörpert das Naturverbundene ebenso wie die hölzernen und urigen Tische im Chalet. Sie bilden einen Kontrast zu der modernen Glasfassade und den hellen Couchecken. Eine Art „Skihütte in der Stadt“ hatten der 34-jährige Oliver Keim und sein 40-jähriger Partner Georg Malandrakis geplant. „Wir bieten gutbürgerliche und alpenländische Küche in moderner Variante und zu fairen Preisen an“, sagt Malandrakis.

Dieses Konzept findet sich auch in der Speisekarte wieder. Fondue und Raclette beleben die Erinnerung an den vergangenen Winterurlaub ebenso wie Käsespätzle und Kaiserschmarrn. Besonders beliebt sind die Flammkuchen in den Varianten „Großvadder“, „Geisenpedder“ und „Bergheidi“ (4,50 bis 6,50 Euro). Doch es steht nicht nur alpenländische Küche auf der Karte. Die Palette reicht von Pizzen über asiatische Nudelbrühen bis zum Thunfisch in Limonenpfefferkruste für 16,50 Euro. Abschließend locken süße Highlights wie der „heiße Schokikuchen mit flüssigem Kern“ oder die knusprigen Crêpes mit weißer Nougatcreme oder Vanilleeis und Rum-Praline-Sauce, die Crêpes kosten 3,50 bis fünf Euro.

Wer nur auf einen Drink vorbeischaut, hat ebenfalls eine vielfältige Auswahl. Warme Cocktails, beispielsweise der „Pina Colada Cappuccino“ für sieben Euro, sind eine weitere Besonderheit. Zur Erfrischung empfiehlt sich hingegen der kühle „Feldmann“, der aus Vodka, Lime Juice, Ginger Ale und Gurke gemixt wird.

Auch den Gästen gefällt die Kombination aus angenehmer Atmosphäre und leckerem Essen. „Ich bin sehr oft hier, ungefähr dreimal pro Woche. Mir gefällt das Ambiente. Die Servicekräfte sind nett und aufmerksam und es gibt eine relativ große Weinkarte“, lobt der 29-jährige Tommy Intharongsa. Seine Begleitung Kerstin Knetsch fügt hinzu: „Das Essen schmeckt wirklich gut“.

Seit Februar vergangenen Jahres gibt es das Chalet. Das Konzept scheint aufzugehen. „Häufig sind die Tische bereits Tage vorher ausgebucht“, sagt Keim. „Man sollte bei uns rechtzeitig reservieren.“

Die Multilounge läuft so gut, dass Ende Juli eine Zweigstelle im Westend eröffnet hat. Keim erklärt: „Wir haben uns vorgenommen, zehn Jahre richtig Gas zu geben und in der Zeit sieben Betriebe aufzubauen“. Für diesen Plan gibt es aber in anderen Sprachen die passenden Worte: „Bellissimo“, „bravo“ und „au revoir“.

VERENA BONGARTZ

Chalet Multilounge, Speicherstraße 49-51, Frankfurt-Westhafen Tel.: 069 / 15249171

http://www.chalet-multilounge.de

Quelle: op-online.de

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