Protest gegen Fluglärm

Demonstranten wollen im Terminal schlafen

Frankfurt - Zuhause ist es vielen Bürgern mittlerweile zu laut. Deshalb wollen zahlreiche Lärmgegner in der Nacht zum Samstag im Frankfurter Flughafen übernachten.

„Fluglärmbetroffene wollen endlich einmal acht Stunden an einem fluglärmfreien Ort schlafen“, heißt es heute in einer veröffentlichten Mitteilung der Bürgerinitiativen gegen Fluglärm. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr wollen die Teilnehmer ihr Nachtlager im Abflugterminal Eins aufschlagen, wo sie sonst immer montags gegen Fluglärm demonstrieren. Die Aktion solle auf die untragbare nächtliche Fluglärmsituation hinweisen.

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Trotz Nachtflugverbots zwischen 23 Uhr und 5 Uhr gebe es fast jede Nacht verspätete Starts und Landungen oder Messflüge. Vielerorts sei es in den Randstunden genauso laut wie am Tag - an Schlaf sei bei Spitzenpegeln von über 80 Dezibel außen und bis zu 60 Dezibel in Schlafzimmern nicht zu denken. Sechs Stunden Nachtruhe seien völlig unzureichend, um die berufliche oder schulische Leistungsfähigkeit zu erhalten. Die Bürgerinitiativen fordern ein absolutes Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr.

Video einer Protestaktion vor dem Haus des Fraport-Chefs

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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