Protest gegen die „AG Wohlfahrt“

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Gegen die Abschiebung von Migranten in ihre Herkunftsländer und gegen die vom Kreis Offenbach ins Leben gerufene „AG Wohlfahrt“ richtete sich der Protest dieser Demonstranten in der Offenbacher Innenstadt.

Offenbach - (isi) Etwa 150 Menschen haben am Samstagnachmittag in der Offenbacher Innenstadt friedlich gegen Abschiebungen und die vom Kreis Offenbach ins Leben gerufene Ermittlungsgruppe „AG Wohlfahrt“ demonstriert.

Zu der Demonstration hatte das in Dietzenbach ansässige Aktionsbündnis „Gegen Abschiebung und Wohlfahrt-Hetze“, die Offenbacher „antifa (ko)“ und weitere linke Gruppen aufgerufen. Dem Aufruf waren Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen, darunter Gewerkschaften, Globalisierungskritiker und Vertreter des antirassistischen Netzwerks „Kein Mensch ist illegal“, gefolgt.

Die größte Gruppe innerhalb des Demonstrationszugs, der am Marktplatz startete und über die Frankfurter Straße zum Abschiebegefängnis an der Luisenstraße und dann weiter zum Polizeirevier an der Berliner Straße führte, bildete ein „antikapitalistischer Block“, der mit eigenen Fahnen und Redebeiträgen fundamentale Kritik am Kapitalismus übte und neben dem Wirtschaftssystem am liebsten auch gleich noch den deutschen Staat abgeschafft sähe.

Parolen wie „Nie wieder Deutschland“ fanden aber nicht unbedingt die Unterstützung aller Demonstrationsteilnehmer. Etlichen wäre mit der Abschaffung der „AG Wohlfahrt“ schon hinreichend gedient, wie sie im Gespräch mit der „Offenbach-Post“ sagten.

In der „AG Wohlfahrt“ (die so nicht mehr genannt werden will) arbeiten seit April 2006 Mitarbeiter der Kreisverwaltung Offenbach, der Polizei und der Ausländerbehörde zusammen, um Menschen aufzuspüren, die ungerechtfertigt Sozialleistungen beziehen. Im Zuge der Ermittlungen wurde zahlreiche Migranten und Asylbewerber in ihre Herkunftsländer abgeschoben.

Quelle: op-online.de

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