Trotz Geldsegens

Protestanten setzen strengen Sparkurs fort

Frankfurt - Obwohl das vergangene Jahr für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau einen wahren Geldsegen bereithielt, lautet die Devise weiterhin: Sparen. Denn die Zukunft ist ungewiss.

Trotz Einnahmen fast in Rekordhöhe setzt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ihren strengen Sparkurs fort. "In spätestens zehn Jahren werden die Einnahmen drastisch zurückgehen", sagte EKHN-Finanzchef Heinz Thomas Striegler am Dienstag in Frankfurt. "Dafür müssen wir kluge Vorsorge treffen." Ausgenommen vom Sparkurs seien nur die Kindertagesstätten, der Pfarrdienst und die Entwicklungshilfe.

Das Haushaltsvolumen 2012 lag laut EKHN-Jahresbericht bei insgesamt 589,8 Millionen Euro, im Jahr zuvor waren es 508,7 Millionen Euro. Der mit Abstand größte Teil stamme aus den Kirchensteuern (76 Prozent), hieß es. Neben einem Bonus für die 21.000 Mitarbeiter will die Kirche Rücklagen bilden, mit denen zum Beispiel die Versorgungsstiftung für die Pensionen von Geistlichen und Kirchenbeamten finanziert werden könnten.

Für das laufende Jahr erwartet die EKHN ein weit schlechteres Ergebnis als 2012, weil unter anderem Kirchensteuern in zweistelliger Millionenhöhe zurückgezahlt werden müssen. Finanzchef Striegler hält eine Finanzentwicklung zwischen "leicht negativ bis leicht positiv" für möglich.

Letztes Abendmahl: Das wurde aus den zwölf Aposteln

Letztes Abendmahl: Das wurde aus den zwölf Aposteln

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare