„50 Prozent weniger Lärm“

Gelnhausen/Darmstadt (did) ‐ Der Main-Kinzig-Kreis will beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung förmlich beantragen, dass lärmmindernde Anflugverfahren auf dem Rhein-Main-Flughafen eingesetzt werden.

Sollte die Bundesbehörde sich weigern, werde man sie verklagen, kündigte Landrat Erich Pipa (SPD) bei einer Bürgerversammlung in Gelnhausen an.

Dort wurde auch ein vom Kreis in Auftrag gegebenes Gutachten vorgestellt. Darin kommt der ehemalige Fluglotse Michael Morr zu dem Ergebnis, dass durch Erhöhung des Anflugkorridors und konsequente Anwendung des kontinuierlichen Sinkflugs der Fluglärm über dem Kinzigtal um rund die Hälfte reduziert werden könnte. Mittelfristig seien noch andere Verfahren möglich, die weitere Entlastung brächten. Simuliert wurden Anflugverfahren auf der Basis von 68 Anflügen pro Stunde, was der erwarteten Kapazität des Jahres 2020 entspreche.

Genaue Informationen über den Lärmschutz rund um den Flughafen gibt es jetzt auch im Internet. Dies teilte das Regierungspräsidium Darmstadt mit. Im Internet können Bürger rechts auf der Seite über „Lärmschutzbereich Flughafen Frankfurt“ mit wenigen Schritten über „Hessenviewer“ erfahren, ob ihre Immobilie im Lärmschutzbereich liegt und damit Ansprüche auf Erstattung von baulichen Schallschutzmaßnahmen bestehen könnten.

Quelle: op-online.de

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