Prozess um Messerattacke

Frankfurt - Eine lebensgefährliche Attacke unter Afrikanern steht seit heute im Mittelpunkt eines Prozesses vor dem Landgericht Frankfurt. Angeklagt ist ein 42-jähriger Arbeiter aus Eritrea.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor. Er soll im März 2008 in der Nähe des Frankfurter Schauspielhauses einen Landsmann mit einem Mehrzweckgerät, das wohl auch ein Messer enthielt, am Bau lebensgefährlich verletzt haben.

Zeugen beobachteten das stark blutende 29 Jahre alte Opfer und riefen den Rettungswagen. Am ersten von drei geplanten Verhandlungstagen machte der Angeklagte keine Angaben zu den Vorwürfen und seiner Person.

Beide Beteiligte hatten sich vor der Auseinandersetzung offenbar in einem nahe gelegenen eritreischen Kulturverein kennengelernt, wo es laut Zeugenaussagen bereits zu Auseinandersetzungen mit dem späteren Messerstecher kam.

Zunächst war gegen ihn nur wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt worden. Im Laufe des Verfahrens kamen Anhaltspunkte für ein Tötungsdelikt heraus. Die Staatsanwaltschaft geht zumindest von einem bedingten Tötungsvorsatz aus.

Quelle: op-online.de

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