Ehefrau wegen Mordes verurteilt

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Darmstadt - Für den Mord an einem Geschäftsmann im Odenwald muss nun auch seine Ehefrau lebenslang in Haft. Das Landgericht Darmstadt befand die 49-Jährige am Mittwoch für schuldig, im Streit um Geld gemeinsam mit ihrem Liebhaber den Tod ihres Mannes 2009 geplant zu haben.

"Daran gibt es nicht den leisesten Zweifel", sagte Richter Philipp Müller. "Es gab einen gemeinsamen Tatplan." Die Angeklagte habe ihren Geliebten gedeckt und die Tat zu verschleiern versucht. "Sie hat von Anfang an gelogen." Die Frau hielt ihren Kopf gesenkt und fing an zu schluchzen.

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Dem Geschäftsmann (59) wurde kurz vor Weihnachten im südhessischen Fürth-Ellenbach mit einer Art Holzknüppel der Schädel zertrümmert. Deswegen war der Geliebte der Frau bereits in einem ersten Prozess 2011 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Danach verdichteten sich die Hinweise auf die Frau. "Beide waren raffgierig", sagte Müller. Das Schwurgericht folgte mit seinem Urteil dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte Freispruch gefordert, die Angeklagte sei unschuldig.

Mord nach Zerwürfnis

Der vermögende Ehemann brachte nach Überzeugung des Gerichts Geld auf die Seite, um seinerseits mit einer Geliebten ein neues Leben zu beginnen. "Er hat seine Ehefrau kurz gehalten." Deswegen sei es zu einem Zerwürfnis gekommen, das zu dem Mordplan geführt habe.

Der Prozess gegen die Frau hatte im Herbst 2013 begonnen und sollte ursprünglich nur bis Januar dieses Jahres dauern. Viele Anträge der Verteidigung hatten jedoch zu Verzögerungen geführt. In dem Verfahren war auch der Verurteilte vor Gericht erschienen. "Er hat aber gelogen, dass sich die Balken bogen", sagte Richter Müller. "Eine Tat ohne Beteiligung der jetzt Verurteilten ist schlichtweg ausgeschlossen."

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Quelle: op-online.de

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