Zehn Angeklagte, 105.000 Euro Schaden

Diebe suchen Opfer nach altmodischen Vornamen aus

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Frankfurt - In mindestens 53 Fällen sollen zehn Angeklagte ältere Menschen betrogen haben. Sie suchten sich ihre Opfer nach deren Vornamen aus.

Eine Bande von Betrügern soll ihre meist sehr betagten Opfer in Frankfurt anhand altmodischer Vornamen im Telefonbuch gezielt ausgesucht und um rund 105.000 Euro gebracht haben. Zum heutigen Prozessauftakt gestanden vier der zehn Angeklagten ihre Taten. Die Rentner waren demnach von einem angeblichen Bankmitarbeiter angerufen worden, der sie aufgefordert hatte, die Geheimzahl der Scheckkarten preiszugeben. Kurz danach nahm eine ebenfalls angeklagte Frau an der Haustür die Karte entgegen.

Nach Ansicht der Anklage soll die Bande mindestens 53 Mal betrogen haben. Ältestes Opfer war eine 99 Jahre alte Frau. Die zwischen 23 und 37 Jahre alten Verdächtigen waren lange überwacht worden. Ihre sechs mutmaßlichen Kumpanen sollen später vor das Landgericht gestellt werden. „Ich hab mir nichts dabei gedacht“, sagte die angeklagte Frau, die als einzige der Bande direkten Kontakt mit den Opfern hatte: „Ein bisschen haben mir die Frauen auch leid getan.“ Die Angeklagten gaben finanzielle Probleme sowie Spielsucht als Tatmotiv an. Ihren Angaben zufolge hatten sie sich beim Verteilen der Beute auch gegenseitig betrogen. Ein Urteil wird noch in dieser Woche erwartet.

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dpa

Quelle: op-online.de

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