19-Jähriger gesteht vor Gericht

Tödliche Messerstecherei nach Trinkgelage

+

Frankfurt - Erst das Trinkgelage auf einer Geburtstagsfeier, dann der Streit, schließlich der tödliche Messerstich: Ein 19-jähriger Frankfurter hat im Gericht gestanden, einen 21-Jährigen mit einem Messerstich erstochen zu haben.

Ein halbes Jahr nach einer tödlichen Messerstecherei hat ein 19-Jährige vor Gericht in Frankfurt die Tat gestanden. Er sei betrunken gewesen, als er im vergangenen August einen 21-Jährigen aus Kriftel (Main-Taunus-Kreis) im Frankfurter Stadtzentrum mit einem Stich ins Herz getötet habe, sagte er heute zum Prozessauftakt im Landgericht. Der bei der Tat 18-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt.

Gemeinsam mit mehreren Freunden sei er nach einer Geburtstagsfeier in einer Bar auf dem Heimweg gewesen, als er das spätere Opfer zum ersten Mal getroffen habe. Es habe einen Streit und ein Handgemenge gegeben, dann sei man auseinandergegangen. Bei einem erneuten zufälligen Treffen in der Innenstadt zog der bis dahin unbeteiligte Angeklagte nach eigener Aussage ein Butterfly-Messer, fuchtelte damit herum und traf den 21-Jährigen in die Brust. Dieser wurde so schwer verletzt, dass er kurz darauf in einer Klinik starb.

„Einer der drei war aggressiv und hat mich geschlagen“, sagte der 19-Jährige. „Ich hatte Angst“, sagte der junge Mann vor Gericht. Einen Tag nach der Tat hatte er sich der Polizei gestellt. Der Frankfurter Prozessauftakt wurde durch Zwischenrufe gestört. Rund 100 Zuschauer - vor allem Freunde und Angehörige des Opfers - waren im Saal, die Stimmung war aufgeheizt. Die Männer und Frauen trugen weiße T-Shirts mit einem Bild des Getöteten, einige riefen „Bastard“ oder „Alles Lüge“. Der Richter musste die Zuschauer und den Bruder des Opfers immer wieder an die Gerichtsordnung erinnern.

Tödlicher Angriff vor Amtsgericht in Frankfurt

Tödlicher Angriff vor dem Amtsgericht

dpa

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion