Prozess gegen Drogenhändler

Rauschgift über Gefängnismauer geworfen

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Darmstadt - Florierender Drogenhandel im Gefängnis: Sieben Männer sind angeklagt, zwischen 2009 und 2010 in einem Darmstädter Gefängnis einen schwunghaften Rauschgifthandel aufgebaut zu haben. Der Prozess zieht sich in die Länge.

Im Prozess um den schwunghaften Drogenhandel in einem Darmstädter Gefängnis ist auch nach mehr als eineinhalb Jahren Dauer noch kein Ende absehbar. „Momentan sind Termine bis Juli angesetzt“, teilte die Vorsitzende Richterin Cornelia Hartmann-Grimm auf Anfrage mit. Sieben Männer sind angeklagt, zwischen März 2009 und September 2010 im Gefängnis mit Drogen gehandelt zu haben. Das Rauschgift sei dabei meist über die Gefängnismauer geworfen worden.

Derzeit arbeite das Gericht zahlreiche Anträge der Verteidiger ab, sagte die Vorsitzende Richterin. Unter anderem werde ein Mitarbeiter der Haftanstalt zu den dortigen Gegebenheiten befragt. „Wir wollen unter anderem erfahren, wo es „Landeplätze“ für die Überwürfe gegeben haben könnte“, erläuterte Hartmann-Grimm. Der Prozess hatte im August 2011 in Darmstadt begonnen. Allein das Anhören von aufgezeichneten Telefonaten hatte Monate in Anspruch genommen, weil die Gespräche erst im Gerichtssaal übersetzt wurden, wie die Richterin sagte.

Die Angeklagten stammen vorwiegend aus Russland und Litauen. Die Männer, von denen sich einige inzwischen wieder in Freiheit befinden, sollen sich laut Staatsanwaltschaft einem russischen Verbrecher-Syndikat namens „Diebe im Gesetz“ angeschlossen haben.

dpa

Quelle: op-online.de

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