Prozess am Landgericht

26-Jähriger tötet Freundin mit Hammer und Rasiermesser

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Frankfurt - Nach einem Streit mit seiner Freundin soll ein 26 Jahre alter Mann die drei Jahre ältere Frau umgebracht haben. Der Anklage zufolge griff er erst zu einem Hammer, dann zu einem Rasiermesser.

Wegen Mordes an seiner Freundin steht ein 26 Jahre alter Mann seit heute vor dem Landgericht Frankfurt. Der Angeklagte soll nach einem Streit im Juli 2014 mit einem Hammer auf seine Lebensgefährtin eingeschlagen und ihr die Kehle durchgeschnitten haben. Er sagte später bei der Polizei aus, der drei Jahre älteren Freundin „aus Versehen“ mit der spitzen Seite des Hammers auf den Kopf geschlagen zu haben. Zu der Bluttat war es in der Wohnung des Opfers in Frankfurt-Nied gekommen. Der Anklage zufolge beschloss der Mann dann, die Frau zu töten, um den Hammerschlag zu verschleiern. Er habe daher der Leblosen die Kehle mit einer Rasierklinge durchgeschnitten.

Der Mann ist deshalb wegen Mordes „zur Verdeckung einer vorausgegangenen Straftat“ angeklagt. Zum Prozessauftakt wiederholte der 26-Jährige diese Aussagen jedoch nicht und berief sich stattdessen auf sein Recht zu schweigen. Die Verteidigung rügte die Verwertbarkeit der polizeilichen Vernehmung, weil die Mutter des Mannes dabei gewesen sei. Die später getötete Frau war erst seit kurzer Zeit mit dem Angeklagten liiert gewesen. Ihr früherer Ehemann sagte als Zeuge aus, „alle waren gegen die neue Beziehung mit dem Angeklagten gewesen“. Er fügte hinzu: „Ich fragte mich, was sie an ihm fand.“ Die Schwurgerichtskammer hat noch drei weitere Verhandlungstage vorgesehen. Neben zahlreichen Zeugen aus dem Umfeld der Frau soll auch ein psychiatrischer Sachverständiger zu Wort kommen.

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dpa

Quelle: op-online.de

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