Freispruch trotz lebensgefährlicher Messerattacke

Prozess: Messer mit voller Wucht in die Lunge gestoßen

Frankfurt - Ein 36 Jahre alter Mann hat einem Kontrahenten ein Messer mit voller Wucht in die Lunge gestoßen. Trotzdem wurde er freigesprochen.

Trotz einer lebensgefährlichen Messerattacke auf seinen Kontrahenten ist ein 36 Jahre alter Mann vom Landgericht Frankfurt vom Vorwurf des Totschlagsversuchs freigesprochen worden. Der Angeklagte habe in einer Notwehrsituation gehandelt, als er seinem Gegner das Messer mit voller Wucht in die Lunge gestoßen habe, hieß es in dem Urteil vom Freitag. Zwischen dem Angeklagten und der Familie des Verletzten hatte es bereits einen Tag zuvor aus nichtigem Anlass Streit gegeben. Kurz vor der Tat eskalierte diese Auseinandersetzung erneut. Der Angeklagte wurde dabei von dem späteren Verletzten festgehalten und bedrängt. Dies habe ihm das Recht gegeben, sich mit dem Messer zur Wehr zu setzten, erklärten die Richter. Der Angeklagte war bereits früher einmal zu einer Haftstrafe wegen Totschlagsversuchs verurteilt worden, die er fünf Jahre lang im Gefängnis verbüßte.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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