Geständnis im Prozess am Landgericht

Unternehmer wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe angeklagt

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Frankfurt - Mit dem Geständnis eines der beiden Angeklagten hat heute in Frankfurt ein Prozess um millionenschwere Steuerhinterziehungen in der Baubranche begonnen.

Vor dem Landgericht sind zwei 52 und 54 Jahre alte Unternehmer angeklagt, von denen der ältere bereits am ersten Verhandlungstag einräumte, rund 2,5 Millionen Euro an Umsatzsteuern hinterzogen zu haben. Dabei ging es allerdings in den meisten Fällen gar nicht um wirklich erbrachte Bauleistungen, sondern um Scheinrechnungen, mit denen Komplizen größere Betrügereien verübten. Den Angeklagten wird deshalb auch noch Beihilfe zum Steuer- und Sozialabgabenbetrug in einem Volumen von rund 8,5 Millionen Euro.

Die schlechte Auftragslage seines Unternehmens führte den Angeklagten nach eigenen Angaben auf die schiefe Bahn. Er stellte die Scheinrechnungen aus, hob das eingegangene Geld von seinem Konto ab und übergab es seinen Komplizen. Für ihn blieb eine Provision von jeweils drei bis fünf Prozent, die er aber nicht versteuerte. Der Anklagevertreter benötigte zu Prozessbeginn rund zwei Stunden, um die 177 einzelnen Vorwürfe vorzutragen. Der zweite Angeklagte äußerte sich bislang noch nicht zu den Anklagepunkten. Die Wirtschaftsstrafkammer hat vorerst vier Verhandlungstage angesetzt.

dpa

Quelle: op-online.de

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