Anleitungen zum Bombenbau und Filme von Hinrichtungen

Islamist hortete etliches Propagandamaterial

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Ein Bild vom Prozessauftakt.

Frankfurt - Der vor dem Landgericht Frankfurt angeklagte mutmaßliche Islamist aus Oberursel hortete auf seinem Mobiltelefon und Computer offenbar Propagandamaterial in „außergewöhnlichem Umfang“.

Ein Islamwissenschaftler des hessischen Landeskriminalamtes berichtete der Staatsschutzkammer heute von Videomaterial mit einer Gesamtdauer von mehreren Stunden. Die vor Gericht teilweise vorgeführten Filme zeigten Kampfszenen sowie Hinrichtungen, die allerdings nur gestellt sein sollen. Darüber hinaus hatte der 36-Jährige, dem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt wird, umfangreiches Textmaterial diverser dschihadistischer Prediger auf seinen Computer gespeichert. Die Anwendung körperlicher Gewalt wurde darin als ein "Akt der Gottesverehrung" dargestellt, die demokratische Staatsform als "Feind", die von dem islamistischen System abgelöst werden müsse.

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In virtuellen "Hochglanzbroschüren" seien Anleitungen zum Bombenbau und zur Pflege schwerer Waffen enthalten gewesen, berichtete der Gutachter weiter. Der Angeklagte wurde Ende April vergangenen Jahres festgenommen, nachdem in seinem Keller Chemikalien und ein Sprengsatz gefunden worden waren. Im Zuge dessen wurde das Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" am 1. Mai kurzfristig abgesagt. Seit Januar hat er sich vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten.

Bilder: Auftakt im Prozess gegen mutmaßlichen Islamisten

dpa

Quelle: op-online.de

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