Prozess in Fulda

Aus „Mordlust“ totgeprügelt

Fulda - Vor dem Landgericht Fulda hat gestern der Prozess um einen Mord im Obdachlosen-Milieu begonnen. Angeklagt sind zwei 22 und 23 Jahre alte Männer. Sie sollen in der Nacht zum 12. Februar im Bahnhof von Bad Hersfeld einen schlafenden 47-Jährigen mit Tritten und Schlägen umgebracht haben.

Motiv war nach Angaben der Staatsanwaltschaft „Mordlust“. Das Opfer starb an schweren inneren Verletzungen. Die beiden Angeklagten, die auch auf der Straße gelebt hätten, waren den Ermittlungen zufolge bei der Bluttat stark alkoholisiert gewesen. Die Verhandlung wurde nach Verlesung der Anklage vertagt, da noch ein Gutachten über Fußabdrücke am Körper des Opfers fehlte. Damit soll festgestellt werden, wer zugetreten hat. Ein Bundespolizist, der auf dem Weg zur Arbeit im Bahnhof war, hatte die Leiche entdeckt.

Der Anwalt des 22-Jährigen kündigte an, dass sich sein Mandant bei der Fortsetzung des Prozesses am nächsten Dienstag zu den Vorwürfen äußern werde. Der Verteidiger des anderen Angeklagten sagte, dass sich der 23-Jährige noch nicht entschieden habe, ob er aussagen werde.

Die beiden Angeklagten waren nach einer Großfahndung in Bad Hersfeld festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft.

Ihnen wird in dem Prozess noch eine weitere Gewalttat vorgeworfen. Am 3. Februar, wenige Tage vor dem Mord, sollen sie nach einem Streit einen Mann in seiner Wohnung zusammengeschlagen und massiv gegen den Kopf getreten haben. Das Urteil soll im Oktober fallen.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Michael Grabscheit/pixelio.de

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