Fünf Jahre Haft für 42-Jährigen

Nach Explosion in Wohnhaus: Gericht rückt von Mordanklage ab

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Ein 42 Jahre alter Mann öffnete laut Gericht das Ventil einer Flüssiggasflasche, so dass sich das Gas-Luft-Gemisch nach einiger Zeit entzündete und es zur Explosion kam.

Limburg - Weil er aus Verzweiflung über die drohende Trennung von seiner Familie eine Gasexplosion in einem Wohnhaus verursacht hat, ist ein Mann zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden.

Der Mann war vor dem Landgericht Limburg ursprünglich wegen siebenfachen Mordes angeklagt. Von dem Vorwurf rückte das Gericht in seinem Urteil gestern ab, weil der 42-Jährige nach der Explosion durch das beschädigte Treppenhaus gegangen war, um anderen zu helfen. Hintergrund der Tat war ein Streit des 42-Jährigen aus Beselich (Landkreis Limburg-Weilburg) mit seiner Frau. Nach dem Konflikt habe er sich umbringen wollen. Er öffnete laut Gericht das Ventil einer Flüssiggasflasche, so dass sich das Gas-Luft-Gemisch nach einiger Zeit entzündete. Seine Frau und die Kinder waren während der Explosion nicht in dem zweigeschossigen Haus.

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Eine Mutter, ihre vier kleinen Kinder und die Großeltern der Familie konnten sich aus dem ersten Stock des Hauses retten. Sie wurden nur leicht verletzt. Der 42-Jährige war bei der Tat betrunken. Nach sechs Monaten Strafverbüßung muss der Mann wegen seiner Alkoholkrankheit in eine Entziehungsanstalt eingewiesen werden. Die Kammer folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte für einen Freispruch plädiert.

Wohnhaus durch Explosion beschädigt 

dpa

Quelle: op-online.de

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