24-Jähriger wegen Mordes vor Gericht

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Die junge Frau hatte sich vier Wochen zuvor von ihm getrennt.

Darmstadt - Für lange Zeit ins Gefängnis könnte ein 24-Jähriger müssen, wenn ihn das Landgericht Darmstadt für schuldig hält - es geht um Mord.

Aus verletztem Ehrgefühl und niederen Beweggründen soll ein 24 Jahrer alter Student seine Ex-Freundin heimtückisch getötet haben. Der Angeklagte räumte die Tat zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Darmstadt am Dienstag ein.

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Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus: Danach tötete der Angeklagte sein 26 Jahre altes Opfer im vergangenen November in der Darmstädter Hochschule mit drei Messerstichen in den Rücken. Der Verteidiger geht im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft von Totschlag aus: „Mein Mandant wollte die Frau nicht töten.“ Täter und Opfer, beide Türken, hatten sich vier Wochen vor der Tat getrennt, da die Studentin einen anderen Mann kennengelernt hatte und diesen heiraten wollte.

Am Tattag hatte der 24-Jährige nach eigenen Worten mit seiner Ex- Freundin über deren neuen Freund reden wollen. Dazu habe er die Frau vor der Mensa der Fachhochschule angesprochen. Die Studentin habe betont, sie bereue die neue Beziehung nicht. Danach sei er traurig auf die Toilette gegangen. „Als ich die Hose öffnete, habe ich das Messer bemerkt“, sagte der Angeklagte aus. „Das hatte ich völlig vergessen.“ Kurz darauf habe er seine Ex-Freundin im Computerraum sitzen sehen. „Dann ist es passiert“, sagte er mit tränenerstickter Stimme. Danach sei er davongerannt.

Nebenbuhler habe ihn bedroht

Das Messer hatte der 24-Jährige kurz vor der Tat in der Darmstädter Innenstadt gekauft. Allerdings nicht, um das spätere Opfer zu töten, wie er vor Gericht sagte. Vielmehr habe er sich vor dem Nebenbuhler schützen wollen, der ihm Stunden vor der Tat während eines Telefonats bedroht habe. Das bestritt der neue Partner der getöteten Studentin. Der Beschuldigte habe vielmehr zu ihm am Telefon gesagt: „Entweder, du lässt sie los, oder ich bringe sie um.“

dpa

Quelle: op-online.de

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