Frau ermordet und zerstückelt

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Mit seinem Anwalt Hans Georg Kaschel (rechts) unterhält sich im Landgericht von Darmstadt der Angeklagte Ismet C. aus Groß-Umstadt.

Darmstadt - Ein Mann aus Groß-Umstadt hat vor Gericht eingeräumt, seine Ehefrau umgebracht und zerstückelt zu haben.

Er äußerte sich zwar nicht direkt zu den Mordvorwürfen, ließ aber über seinen Verteidiger vor dem Landgericht Darmstadt mitteilen: „Zur Sache selbst soll lediglich erklärt werden, dass er seine Frau getötet hat.“ Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft erstach der 43-Jährige gebürtige Türke seine Ehefrau nach einem Streit „zur Wiederherstellung seiner Ehre“. Ein „Ehrenmord“ sei die Tat allerdings nicht gewesen, betonte der Verteidiger des Mannes. Sein Mandant sei nicht religiös.

Die Frau sei ihm laut Anklage zu selbstständig gewesen, sie habe sich scheiden lassen wollen. „Es ist alles sehr schnell gegangen“, sagte der Mann.  Ein Sachverständiger, der mit dem Kurierfahrer gesprochen hat, berichtete von häufigen Streitereien in der Ehe des Angeklagten mit dessen 37 Jahre alter Frau. Der Angeklagte war nach eigener Darstellung oft von seiner Frau beschimpft und mehrfach mit einem Messer angegriffen worden.

Auch am Tag der Bluttat soll ihn die Frau beschimpft, ein Klappmesser gezogen und „Ich bringe dich um“ gerufen haben. Nach dem tödlichen Messerstich brachte der Mann die Leiche seiner Frau nach Einschätzung der Anklagebehörde zusammen mit einem Bekannten in einen Weinberg in der Nähe von Saulheim. Dort habe er den Kopf abgetrennt und diesen einige hundert Meter entfernt vom Körper vergraben. Nach der Tat setzte sich der Mann über die Türkei nach Georgien ab, wo er verhaftet wurde. Nach dem letzten Streit setze seine Erinnerung aus, sagte der Mann vor Gericht. Von der Tat selbst wisse er nichts mehr. Seine Erinnerungen setzten nach eigenen Worten erst wieder ein, als seine Frau „am Boden lag“.

dpa

Quelle: op-online.de

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