Prozess gegen Vater und Sohn

Wohlhabende Frau erwürgt und Haus angezündet

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Frankfirt - Ein 46 Jahre alter Vater und sein 26 Jahre alter Sohn stehen seit heute vor Gericht. Sie sollen eine wohlhabende Frau ermordet und anschließend Feuer in ihrem Haus gelegt haben.

Ein Vater und sein Sohn sollen in Kelkheim nahe Frankfurt eine wohlhabende Frau umgebracht und anschließend Feuer in ihrem Haus gelegt haben. Seit heute müssen sich die beiden vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den 46 und 26 Jahre alten Angeklagten Mord und Brandstiftung vor. Das Verbrechen geschah im August 2012 in dem Mehrfamilienhaus der Frau im Main-Taunus-Kreis.

Unter dem Vorwand, ausstehende Miete zahlen zu wollen, waren die Männer laut Anklage in die Wohnung der 72-Jährigen gelangt. Die Feuerwehr entdeckte dort später die Leiche der erwürgten Frau. Beim Verlassen des Hauses mit Schmuck und Geld im Wert von rund 3500 Euro sollen die Täter noch mehrere Kartons in Brand gesetzt haben. Am ersten Verhandlungstag äußerten sich die Männer lediglich zu ihrer Person. Beide bezeichneten sich als drogenabhängig, der Sohn darüber hinaus noch als spielsüchtig. Zu den Tatvorwürfen wollen sie sich erst in der kommenden Woche äußern.

Der als erster Zeuge gehörte Sohn des Opfers kämpfte mit den Tränen, als er zum Wesen seiner Mutter befragt wurde. Sie habe vor ihrem gewaltsamen Tod gerade wieder eine große Indien-Reise gebucht und sei für ihr Alter auch ansonsten noch "gut in Schuss" gewesen. Ihre Mörder müssen sie beim Abendessen im Wohnzimmer gestört haben. Neben dem verkohlten Sofa fand die Feuerwehr Essbesteck und Essensreste. Die Staatsanwaltschaft geht von mehreren Mordmerkmalen aus. Damit droht den Tätern im Fall einer Verurteilung neben einer lebenslangen Haftstrafe auch die Feststellung einer besonders schweren Schuld.

dpa

Quelle: op-online.de

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