Kein Prozess gegen Polizisten aus Offenbach

Darmstadt/Offenbach - Der Darmstädter Prozess gegen einen Polizisten wegen Bestechlichkeit ist geplatzt.

Der Darmstädter Prozess gegen einen Polizisten wegen Bestechlichkeit ist vor dem zweiten Verhandlungstag geplatzt. Der 60-Jährige habe laut Gutachten Herzprobleme und sei nicht verhandlungsfähig, teilte eine Sprecherin des Landgerichts am Dienstag mit. „Das Gutachten ist eindeutig.“

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Polizisten-Prozess unterbrochen

Ein Termin für eine Neuauflage stehe noch nicht fest. Das hänge vom Genesungsprozess des Angeklagten ab. Dem zuletzt in Offenbach beschäftigten Polizisten wird vorgeworfen, zwischen März 2007 und Juni 2009 Dienstgeheimnisse ans Zuhälter- und Glücksspieler-Milieu verraten zu haben. Dafür habe er jeweils zwischen 200 und 600 Euro erhalten. Die Staatsanwaltschaft spricht von 21 Fällen. Dem Mann drohen bei einer Verurteilung mehrere Jahre Haft, da er sich eine regelmäßige Einnahmequelle aus dem „Milieu“ aufgebaut habe.

Gericht ordnete Gutachten an

Der Polizist soll Razzien verraten und Strafanzeigen nicht weiter verfolgt haben. Er habe zudem Tätern unerlaubt Tipps gegeben, wie sie sich am besten zu verhalten hätten. Außerdem habe er ohne Erlaubnis einen Revolver mit Munition besessen. Das Verfahren war schon bei seinem Beginn am Montag vergangener Woche noch vor Verlesung der Anklage unterbrochen worden.

Die Verteidigung hatte eine Erkrankung des Polizisten ins Feld geführt. Das Gericht ordnete ein internistisch-kardiologisches Gutachten an. Der zweite Verhandlungstag war ursprünglich auf diesen Mittwoch (26.) terminiert. Insgesamt waren sechs Verhandlungstage vorgesehen gewesen.

dpa

Quelle: op-online.de

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