Angeklagter bislang ohne Äußerung zu den Vorwürfen

Prozess um Selbstmordversuch an Tankstelle eröffnet

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Frankfurt - Nach einem spektakulären Selbstmordversuch an einer Autobahntankstelle muss sich seit heute ein 32-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann zur Last, im November vergangenen Jahres in Selbsttötungsabsicht in eine Tankstelle an der Autobahn bei Frankfurt-Höchst gerast zu sein. Dabei fuhr er Ermittlungen zufolge eine Zapfsäule um und beschädigte auch den Verkaufsraum erheblich. Den Versuch, sich an einer anderen Säule mit Benzin zu übergießen und anzuzünden, habe eine Angestellte vereitelt, die die Benzinzufuhr abstellte. Anschließend flüchtete der Mann über die Autobahn und gefährdete zahlreiche Autofahrer. Nachdem er von einem Fahrzeug erfasst und schwer verletzt wurde, konnte er festgenommen werden.

Vor Gericht äußerte sich der Mann am ersten von sechs Verhandlungstagen noch nicht zu den Vorwürfen. Im Laufe der Ermittlungen hatte ein psychiatrischer Sachverständiger eine "paranoide Schizophrenie" (Verfolgungswahn) bei ihm festgestellt. Die Staatsanwaltschaft erhob deshalb auch keine Anklage, sondern reichte bei der Schwurgerichtskammer den Antrag auf Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus ein. Weil die Bediensteten und Kunden der Tankstelle zum Zeitpunkt der Tat arg- und wehrlos gewesen seien, geht die Antragsschrift von einem Mordversuch und darüber hinaus von Brandstiftung aus.

Autofahrer kracht in Tankstelle auf A66

Quelle: op-online.de

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