Angeklagter räumt Totschlag ein

Frankfurt - Vor dem Frankfurter Landgericht hat ein Mann gestanden, seinen Nachbarn getötet zu haben. Schwer alkoholisiert hatte der Angeklagte sein Opfer erwürgt.

Ein 41-Jahre alter Mann, der seinen Nachbarn mit einem Plastiksack erstickt haben soll, hat die Tat vor dem Landgericht Frankfurt zugegeben. Er habe dem fünf Jahre älteren Mann bei einer Silvesterfeier in Frankfurt die Tüte über den Kopf gezogen und am Hals zugedrückt, räumte der wegen Totschlags angeklagte Gelegenheitsarbeiter bei Prozessbeginn ein. Er habe dem Älteren allerdings nur eine „Lektion“ erteilen wollen, weil der seinerseits sehr aggressiv gewesen sei und seine Freundin schwer misshandelt habe.

Alle Teilnehmer der Feier hatten zuvor kräftig Alkohol getrunken. Der 41-Jährige war schließlich am Neujahrsmittag dieses Jahres festgenommen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch knapp 1,6 Promille Alkohol im Blut. „Mein Mandant bedauert alles sehr und würde es am liebsten wieder rückgängig machen“, sagte seine Verteidigerin. Sie verlangte ein psychiatrisches Gutachten. Der Angeklagte sei nach jahrzehntelangem Alkoholmissbrauch und mehrjähriger Obdachlosigkeit psychisch erheblich beeinträchtigt. Die Schwurgerichtskammer hat noch vier weitere Verhandlungstage vorgesehen.

dpa

Quelle: op-online.de

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