Prozess gegen U-Bahnschläger

Frankfurt - Zum zweiten Mal muss sich seit heute einer der Frankfurter U-Bahn-Schläger wegen eines lebensgefährlichen Messerangriffs vor Gericht verantworten.

Nach erfolgreicher Revision der Staatsanwaltschaft beim Bundesgerichtshof muss eine Jugendstrafkammer jetzt prüfen, ob sich der 20-Jährige bei seinem Angriff auf einen Mitbewohner seiner Siedlung möglicherweise des Mordversuchs schuldig gemacht hat.

Der junge Mann aus einem Problemviertel im Stadtteil Bonames hatte Anfang 2008 für Schlagzeilen gesorgt, als er mit Kumpanen einen U-Bahnfahrer misshandelte. Dafür wurde er im Juli 2008 verurteilt. Aus Frust über die Haftstrafe fing er wenige Tage später mit einem Mitbewohner der Siedlung Streit an und stach ihm unversehens das Messer in den Bauch. Dafür wurde der 20-Jährige von einer Jugendstrafkammer zu fünf Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Das Gericht verneinte aber einen Tötungsvorsatz. Jetzt wurde der Fall neu aufgerollt. Anders als im ersten Prozess äußerte sich der Angeklagte heute nicht zu dem Vorwurf. Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage angesetzt. 

dpa

Quelle: op-online.de

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