Rad-Klassiker Frankfurt-Eschborn

„Lassen uns vom Terror nicht terrorisieren“

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Das Gerüst an der Ziellinie des Radrennens „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ an der Alten Oper in Frankfurt-

Bad Homburg - Den Veranstaltern des im Vorjahr wegen Terrorgefahr abgesagten Rad-Klassikers „Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn“ ist ein Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich entstanden.

Man sei mit einem blauen Auge davon davongekommen, sagte Veranstalter Bernd Moos-Achenbach heute in Bad Homburg. „Wir haben sehr viel Zuspruch erfahren“, betonte er. Alle Sponsoren seien an Bord geblieben; man habe für dieses Jahr sogar noch einige hinzugewonnen. Das Traditionsrennen war am 1. Mai 2015 nach einem Bomben- und Waffenfund bei einem Ehepaar in Oberursel vom Landeskriminalamt aus Sicherheitsbedenken abgesagt worden. Gegen den Mann wird seit dem 21. Januar am Landgericht Frankfurt der Prozess geführt.

Als Konsequenz aus dem finanziellen Defizit hat der Veranstalter für dieses Jahr eine Ausfallversicherung abgeschlossen. Das sei aber nach Aussage Moos-Achenbachs das einzige Mehr an Sicherheit. Im Umfeld des Rennens an sich solle es keine erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geben. Auch die Strecke bleibe dieselbe. „Wir tun ohnehin schon jedes Jahr das Bestmögliche“, sagte er. Die Maßgabe ist klar: „Wir lassen uns vom Terror nicht terrorisieren.“ Für das Rennen werden 20 Profiteams erwartet. Fest zugesagt hat das Giant-Alpecin-Team von Lokalmatador John Degenkolb. Ob der 27-Jährige nach seinem schweren Trainingsunfall Mitte Januar in Spanien starten kann, ist ungewiss.

Fragen und Antworten zum geplanten Bombenanschlag

Ein besonderes Anliegen in diesen Tagen trägt beim Jedermann-Rennen auch das „Team AfriQa“. Die Mannschaft um Zerai Kiras Abraham bringt erstmalig zehn Flüchtlinge an den Start. „Sie wollen sich unbedingt integrieren, aber auch ihrer Leidenschaft nachgehen“, sagte Abraham. Das könne der Radsport leisten.

dpa

Quelle: op-online.de

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