Mit Marihuana und Mittelfinger

Frankfurt (ale) - Eine Begegnung der ungewöhnlichen Art hatten Frankfurter Polizeibeamte gestern Abend um 23.15 Uhr in der Dürerstraße:

Die Beamten waren dort in ihrem Dienstwagen unterwegs, als sie fast einen Radfahrer, der das Rotlicht einer Ampel einfach ignorierte, anfuhren. Als sie diesen dann anhalten und auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen wollten, fuhr er einfach weiter. Er ließ sich weder durch Anhaltezeichen oder irgendwelche Verkehrsregeln beeindrucken. In den engen Straßen fuhr er fröhlich wedelnd vor dem Zivilwagen her, bremste die Beamten aus und versuchte sogar, sie mit seinem Fahrrad abzudrängen. Die Anhalteversuche quittierte er zwischendurch immer mal wieder mit dem ausgestreckten Mittelfinger.

Als es den Beamten dann endlich gelang, den „Kampfradler“ auf der Kennedyallee unfallfrei anzuhalten und zu kontrollieren, antwortete er auf die Frage, was er denn in seinem Rucksack mitführe, mit: „Was denn wohl, Dope halt“. Und tatsächlich, in dem Rucksack fanden die Beamten einen Plastikbeutel mit 103 Gramm Marihuana, die der Radler nach eigenem Bekunden gerade bei seinem Dealer erstanden hatte.

Darüber hinaus gab er an, zu Hause weiteren Stoff zu haben. Auch das stellte sich als wahr heraus. Bei der Durchsungung seiner Wohnung fanden die Beamten weitere 55 Gramm Marihuana und stellten sie sicher. Bei einer später durchgeführten Blutentnahme beantwortete er die Frage der diensthabenden Ärztin, was er denn eigentlich gemacht habe, mit den Worten: „Lesen Sie einfach morgen die Bild-Zeitung, der mit der blödesten Geschichte bin ich!“. Dem sei nichts hinzuzufügen, meint die Polizei. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Radler (31) wieder in die Freiheit entlassen.

Quelle: op-online.de

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