Mehr Zug auf der Kette

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Nicht nur in der Natur, sondern auch auf innerstädtischen Radtouren, sind Radfahrer gerne unterwegs.

Frankfurt - (mic) Radverkehr fördern: jeder redet darüber, und auch die Stadt Frankfurt wird nun deutliche Konsequenzen aus der Verschiebung der Prioritäten im Verkehrsmanagement ziehen.

Obwohl von dem vor 17 Jahren beschlossenen Radverkehrskonzept mit fast 300 Kilometern innerstädtischer Radrouten erst die Hälfte gebaut ist, bleibt man in der Stadtverwaltung optimistisch, den Anteil der Velos am Gesamtverkehr bis 2012 auf 15 Prozent steigern zu können. Und das in einer Stadt, in der es angeblich unmöglich ist, ein nennenswertes Radverkehrsnetz aufzubauen. Um mehr Tempo in die Angelegenheit zu bringen, wird in wenigen Wochen ein städtisches Radverkehrsbüro seine Arbeit aufnehmen. Vier Mitarbeiter sollen die Förderung des Radverkehrs in Frankfurt koordinieren.

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Kritiker wie die Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) sehen eine zu große Zersplitterung der Zuständigkeiten zwischen den verschiedenen Dezernaten. Der ADFC-Sprecher Fritz Biel beklagte jetzt in der Lokalpresse, dass zwar für Werbemaßnahmen zugunsten des Radfahrens in Frankfurt ein Etat von 100 000 Euro zur Verfügung stehe, das Geld aber nicht eingesetzt werde. Gerade bei der Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Richtungen sei eine Vorabinformation der Öffentlichkeit wichtig. Die Sicherheitskampagne der Stadt reiche nicht aus. Außerdem seien deren Schwerpunkte falsch gesetzt worden. Es sei notwendig, auch die Fahrfehler der Autofahrer anzusprechen. Laut Biel fehlen weiter einheitliche Vorgaben zum Radwegebau. Dies habe in den neuen Stadtteilen Riedberg oder Europaviertel zu unbefriedigenden Lösungen geführt. Nichtsdestotrotz nimmt der ADFC befriedigt zur Kenntnis, dass gerade in den vergangenen Wochen eine ganze Reihe von fertigen Plänen für neue Radwege vorgelegt worden sei. So zum Beispiel die Routen Bockenheim-Niederrad, Innenstadt-Fechenheim oder für die bessere Wegführung am Friedberger Tor. Grundsätzlich gilt für die Mainmetropole die Vorgabe, dass keine neue Straße ohne Radweg gebaut werden darf.

Quelle: op-online.de

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