Rätselraten im „Torso-Fall“: Verdächtiger schweigt

Darmstadt - Er soll seinen Ex-Mitbewohner getötet und zerteilt haben: Ein 56-Jähriger aus Büttelborn sitzt seit gut zwei Wochen in Untersuchungshaft - und schweigt. „Dabei wird es auch bleiben“, betonte der Anwalt des Mannes, Hans Georg Kaschel.

Er will nach eigenen Angaben erreichen, dass sein Mandant aus der U-Haft entlassen wird. „Es besteht kein dringender Tatverdacht“, sagte er. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt sieht dagegen eine „Kette von Indizien, die gegen den Beschuldigten spricht“. Nach früheren Angaben der Ermittler hatten DNA-Spuren vom Fundort den Verdacht gegen den Mann erhärtet. Er soll das 48  Jahre alte Opfer getötet und dessen Torso im Herbst 2012 unterhalb der Burg Frankenstein abgelegt haben. Ein Pilzsammler hatte das Körperteil entdeckt. Die Hintergründe des Falles sind nicht bekannt. Ein Motiv für die Tat könne nur vermutet werden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Sebastian Zwiebel.

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„Und da liegt das Problem“, sagte Rechtsanwalt Kaschel. „Es heißt lediglich, mein Mandant habe das Opfer aus unbekanntem Anlass in nicht geklärter Weise getötet.“ Ein genaues Datum und der Tatort seien jedoch unbekannt. „Und auch über die Todesursache weiß man nichts“, betonte Kaschel. „Das Opfer könnte theoretisch auch die Treppe heruntergefallen sein“, sagte der Anwalt weiter.

dpa

Quelle: op-online.de

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