Sachschaden von 100.000 Euro

IVI-Räumung sorgt für Kontroversen im Landtag

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Wiesbaden - Die Räumung des ehemals von Studenten besetzten „Instituts für Irrelevanz“ (IVI) beschäftigt jetzt auch den Landtag. Aus den Reihen der SPD wurde der massive Polizeieinsatz kritisiert. 

Drei Tage nach seiner Räumung hat das Frankfurter „Institut für vergleichende Irrelevanz“ (IVI) im Landtag für eine scharfe Kontroverse gesorgt. CDU-Innenminister Boris Rhein bezeichnete die Besetzer des Gebäudes als „radikale Gewalttäter“. „Das braucht Frankfurt nicht.“ Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) dürfe mit solchen „linken Krawallmachern“ nicht sympathisieren.

Die SPD wies darauf hin, dass Feldmann lediglich nach einer Lösung in dem Konflikt gesucht habe. Während der OB zu deeskalieren versucht habe, sei es Rhein mit einem massiven Polizeieinsatz vor Ort nur um Eskalation gegangen, sagte der Abgeordnete Gernot Grumbach. Der Innenminister, der die Oberbürgermeisterwahl im März vergangenen Jahres gegen Feldmann verloren hatte, beklagte einen Sachschaden von rund 100.000 Euro nach Demonstrationen im Anschluss an die Räumung. Vier Beamte seien zum Teil schwer verletzt worden.

Bilder von der IVI-Räumung

„Institut für vergleichende Irrelevanz“ in Frankfurt geräumt

Das Gebäude im Frankfurter Westend hielten linke Studenten fast zehn Jahre lang besetzt. Eine Immobilienfirma kaufte das Haus Anfang 2012 von der Goethe-Universität. Im Februar dieses Jahres erstritt die Firma vor Gericht einen Räumungstitel. Für den Erhalt des IVI - das letzte besetzte Gebäude in Frankfurt - hatten sich kritische Wissenschaftler eingesetzt.

dpa

Quelle: op-online.de

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