Demonstranten wüten in Sachsenhausen

Randale und Anzeige gegen Stadt-Mitarbeiter

Frankfurt - Demonstration außer Kontrolle: Gestern Abend haben in Frankfurt nach einer Demonstration gegen Wohnungsnot und Büroleerstand einige Personen in Sachsenhausen randaliert. Zuvor hatte die Polizei am Wochenende ein besetztes Haus geräumt.

Nach der Räumung eines besetzten Hauses im Gallusviertel haben etwa 200 Menschen gegen Wohnungsnot demonstriert. Im Stadtteil Sachsenhausen kam es zu Ausschreitungen. Außerdem hat die Räumung für einen Angestellten der Stadt Frankfurt ein Nachspiel.

In Blogs der linken Szene wird geschildert, muskelbepackte und tätowierte Zivilpolizisten hätten vor der Räumung als „Nazi-Schläger" verkleidet die Hausbesetzer mit Schlagstöcken attackiert. Im Internet macht ein Foto von einem der angeblichen Schläger-Polizisten die Runde.

Die Polizei zeigte einen Angestellten der Frankfurter Stadtverwaltung an, weil er nach der Räumung des besetzten Hauses eine verleumderische E-Mail verschickt haben soll. Der 40-Jährige habe in der an viele Adressaten gesendeten Nachricht Polizisten mit Nazis verglichen und ihr Vorgehen falsch dargestellt, sagte ein Polizeisprecher heute. Laut Polizei hatte sich der Mann als einziger von 32 Menschen bei der Hausräumung am Samstag widersetzt. Er sei in der Vergangenheit häufiger durch Aktionen im linken Milieu aufgefallen.

Demonstration gegen Polizei-Gewalt

Etwa 200 Menschen protestierten gestern Abend gegen das Vorgehen der Polizei bei der Räumung des Hauses. Nach der Demonstration gingen im Stadtteil Sachsenhausen zwei Autos in Flammen auf. Auf ein Büro der Grünen seien außerdem Steine geworfen worden. Rund 200 Demonstranten waren am Abend zunächst friedlich durch das Gallusviertel gezogen, wie ein Polizeisprecher heute sagte. Dann seien einige von ihnen mit der U-Bahn in den Stadtteil Sachsenhausen gefahren und hätten dort randaliert.

(dpa/nb)

Randale bei Aufmarsch der Linken in Berlin

Randale bei Aufmarsch der Linken zum 1. Mai in Berlin

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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