Ranghohe Mitglieder verlassen AfD

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Wiesbaden - Die von heftigen Querelen erfasste eurokritische Partei AfD kommt in Hessen nicht zur Ruhe: Elf Mitglieder, meist aus Führungsgremien, haben nach dem Landesparteitag am Sonntag ihren Austritt erklärt.

„Das derzeitige Erscheinungsbild ist geprägt von Mobbing, Intrigen, öffentlichen Denunziationen und Rechtsverstößen, wie es einer demokratischen Partei unwürdig ist“, hieß es gestern in einer Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören auch die früheren Sprecher der Kreisverbände Frankfurt und Wiesbaden. Jochen Prinz, der ebenfalls 2013 kurzzeitig Sprecher des mitgliederstärksten Kreisverbands in Frankfurt war und ebenfalls an Austritt denkt, forderte eine „Trendumkehr“. Die AfD müsse weg von den innerparteilichen Querelen und dem Image der Ein-Thema-Partei. Prinz kritisierte außerdem den Ausschluss der Presse beim Parteitag in Gießen.

Bundesparteichef Bernd Lucke verteidigte den Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Worten, viele AfD-Mitglieder seien es nicht gewohnt, in Anwesenheit von Kameras zu sprechen. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte das Vorgehen harsch: „Dass Journalisten von Parteitagen ausgeschlossen werden, kannten wir bisher nur von rechtsextremen Organisationen“, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Parteien und Politiker müssten es aushalten, dass auch über parteiinterne Auseinandersetzungen berichtet werde.

dpa

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Quelle: op-online.de

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